Tag 45: Bangkok – Thailand
36° – mit Klimaanlage zu kalt ohne nicht auszuhalten… Ein Teufelskreis!
Vier wundervolle Tage im National Park, heute morgen in Bangkok angekommen, morgen gehts weiter nach Vietnam
Mein letzter Tag in Thailand ist angebrochen. Morgen geht es dann um 15.25 (10.25 bei euch) weiter mit dem Flieger nach Ho Chi Min. Ich freue mich total drauf, aber irgendwie finde ich es auch traurig, Thailand zu verlassen. Das war jetzt mein dritter Aufenthalt hier und ich habe immer noch nicht genug. Naja, ziemlich sicher werde ich hier noch mal her kommen. Den Norden habe ich ja immer noch nicht bereist. Und wenn ich von Laos nach Myanmar will muss ich ja quasi durch Thailand :-).
In Phuket habe ich mir noch ein kleines persönliches Souvenir geholt, damit ich die nächsten Wochen auch noch täglich an Thailand denke. Ich bin nämlich vom Roller gefallen und mein Schienenbein verfärbt sich gerade ganz langsam und ne kleine Narbe behalte ich bestimmt auch :-P. Wie ihr ja wisst fahre ich gerne Roller. Und in Thailand gibt es diese wundervollen Roller Taxis. Das sind Männer (bisher habe ich noch keine Frau gesehen), die schöne farbige Westen tragen und durch die Städte fahren. Wenn man eins braucht winkt man sich das ran, setzt sich drauf und wird für 100 Baht (€ 2,80) durch die Gegend kutschiert. Heran winken bedeutet hier, die Hand von oben nach unten zu bewegen und nicht von rechts nach links wie bei uns. Das wäre das abwinken, also für „nein ich brauche keins“. Und da mein Rucksack Karl mir so wunderbar passt kann man natürlich auch mit Backpack ein Roller Taxi nehmen. Die Thais fahren zu dritt oder auch mit mehreren und da sollte doch so ne Europäerin und ihr Rucksack auch passen. Tut sie auch :-). Die Thais am Straßenrand finden es aber trotzdem sehr witzig und dem Fahrer wurden häufig irgendwelche lustige Sachen zugerufen oder wir wurden angehupt und angelächelt. Schön, wenn man so einfach Menschen eine Freude machen kann. Und mir macht es ja auch Spaß. Beim absteigen war ich allerdings etwas euphorisch und zu schwungvoll und ich habe mit dem Rucksack leichte Schlagseite bekommen und habe mir ordentlich das Bein angeschlagen. Aber hey wat solls, wirklich schlimm ist es nicht, das verheilt ja wieder. Ich musste nur mal wieder über meine eigene Tollpatschigkeit lachen.
Mit dem Localbus bin ich dann von Phuket zum Khao Sok National gefahren. Die Busstationen in Thailand überraschen mich immer wieder. Man denkt immer, dass alles etwas chaotisch ist, aber an den Busstationen ist wirklich alles akkurat geregelt und es bleiben keine Fragen offen. Simples Reisen für wenig Geld.
Der Khao Sok National Park ist bekannt für seine Kalksteinfelsen, die umgeben sind vom Regenwald. Mittendrin ist noch ein riesig großer Stausee. Ich habe mich für eine 2 Tages Tour angemeldet bei der man auf dem See in schwimmenden Bungalows übernachtet. Wir hatten eine super lustige Gruppe und das Panorama ist wirklich atemberaubend!
Und hier haben wir übernachtet: Beim zweiten Bild sind die Bungalow links zu sehen.
Am ersten Tag sind wir mit dem Boot hier hin gefahren:
Und haben eine kleine Wanderung zu einer Höhle gemacht durch die wir durchschwimmen mussten. Oh man war das geil! Wir mussten nicht komplett schwimmen, aber es gab Stellen, da war das Wasser so hoch, dass es uns bis zum Kinn gereicht hat. Andere Stellen waren trocken und dafür voll mit Fledermäusen.
Die abendliche und morgendliche Tiersafari war leider nicht so erfolgreich, aber wer braucht bei dieser Landschaft schon außergewöhnliche Tiere ;-).
Auch am zweiten Tag sind wir wieder wandern gegangen auch diesmal wieder mit dem Ziel eine Höhle zu besichtigen. Diesmal ging es ordentlich bergauf und der Körper wurde endlich mal wieder gefordert. Ansonsten haben die Muskeln ja nicht so ganz viel hier zu tun. Vom Strand in die Hängematte und so, aber das ist ein anderes Thema ;-). Und auch diesmal hat sich der anstrengende Weg gelohnt:
Leider gab es einen kleinen Unfall in der Höhle. Ein 12jähriges Mädchen ist ausgerutscht und unglücklich auf ihren Arm gefallen. Ihre Mama und ihr Bruder sind dann direkt mit ihr vorgelaufen. Als wir dann unten bei den Booten ankamen wurde nicht nur das Mädchen verarztet, sondern auch die Mama. Die ist nämlich beim Rückweg umgeknickt und hatte einen ganz dicken Knöchel. Echt ärgerlich. Auf dem Rückweg haben wir die zwei dann noch ins Krankenhaus gebracht und wie sich raus stellte haben sich beide was gebrochen. Total ärgerlich und echt ein blöder Abschluss, aber die Zeit im National Park war trotzdem super toll.
Ja und vom National Park habe ich mich dann gestern auf den Weg nach Bangkok gemacht. Das sind schon einige Kilometer, daher bietet sich immer eine Übernachtungsfahrt an. Da gibt es Züge mit Schlafabteilen oder Busse mit Schlafsitzen. Ich habe mich für einen Zug entschieden, da ich hier noch nie mit einem Sleeper gefahren bin. Und ich versuche ja immer möglichst viel neues auszuprobieren.
Und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Sehr bequem und viel Platz. Ganz im Gegenteil zu diesem grünen Eis-Milch-Tee. Den würde ich euch nicht weiter empfehlen. Geeiste Milch mit Algengeschmack ist nicht so ganz meins ;-).
So, ich werde mich jetzt vorerst das letzte Mal auf den Weg zu einer thailändischen Garküche machen und dann noch ein wenig recherchieren. Mir die „neue“ Währung einprägen, schauen was man so in Saigon so unternehmen kann und mich mal darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt mit dem eigenen Roller die Strecke nach Hanoi zurück zu legen…













