1 Jahr und 6 Tage: Auckland, Neuseeland
20° leicht bewölkt
Ein kurzer Reisebericht aus Thailand und wie es weiter geht
Jaaaaaaa, es lebt :D. Gesund und munter so wie eh und je und zurück auf neuseeländischen Boden. Hier kündigt sich so langsam der Herbst an und wie ich hörte kommen in Deutschland die ersten Frühlingsgefühle auf. Da ihr letztes Wochenende auf Sommerzeit umgestellt habt und wir kommende Nacht auf Winterzeit rutsche wir zeittechnisch gesehen näher aneinander ;-). Ab morgen haben wir dann anstelle von 12 Std. nur noch 10 Stunden Zeitverschiebung. Woop woop! Aber dadurch wird mein Bereich des Gehirn, der für die logische Zeitumrechnung benutzt wird auch wieder ordentlich gefordert. 12 Stunden war so schön einfach, aber ich glaube auch diese Hürde mit den 10 Stunden werde ich auch irgendwie meistern ;-).
Okay, womit fange ich an? Wie wäre es mit Thailand? Auch wenn das gefühlt schon wieder Monate her ist… Die ersten zwei Wochen meines 5 Wochen Aufenthalts habe ich in Bangkok verbracht und habe dort unter anderem an einer Konferenz / einem Meeting von meiner digitalen Nomaden Community teilgenommen. Also diese Menschen, die alle von überall aus der Welt aus arbeiten und ihr eigenes Online Business aufbauen oder auch schon haben. Und das war einfach nur unfassbar toll und inspirierend. Da trifft man auf Menschen, die man noch nie live gesehen hat und mit denen man auch nur teilweise per Mail oder diesem Internet Kontakt hatte und hat aber trotzdem innerhalb von wenigen Minuten das Gefühl, dass man all diese Menschen schon ewig kennt. Es ist ganz schwer zu beschreiben, aber ich habe mich von Beginn an so wohl gefühlt als würde ich die alle schon ewig kennen. Es ist einfach toll mit so vielen Freigeistern und kreativen Köpfen zusammen zu sein, die alle einen ähnlichen Lebensstil haben. Wobei, nee eigentlich haben wir alle überhaupt keinen ähnlichen Lebensstil, sondern alle ganz anderes und individuell und irgendwie ist das die Gemeinsamkeit. Schwer zu erklären, aber eine beeindruckende Sache! Tolle Menschen, tolle Gespräche und ich bin unendlich dankbar, dass ich ein Teil von dieser Truppe bin :-).
Und dann… Mamas Ankunft in Thailand. Oh man, das war so surreal. Ich wusste, dass sie auf dem Weg nach Bangkok ist, ich wusste, dass wir viel Zeit zusammen verbringen werden, aber wirklich geschnallt habe ich erst ein paar Tage nachdem sie schon da war. Der Moment am Flughafen war schon ziemlich cool. Es war 5 Uhr morgens und als ich gelesen habe, dass ihr Flieger schon gelandet ist hat mein Herz aber ordentlich angefangen zu klopfen und ich bin wie ein kleines Kind auf und ab gelaufen. Nun ja und dann steht man da in der Ankunftshalle. Man schaut gebannt auf die Tür. „Könnte das der Deutschland Flieger sein? Nee zu viele Asiaten – das wird eher der Beijing Flug sein. Wann kommen die nur endlich? Die sind doch schon vor 40min gelandet.. Ist wohl alles glatt gelaufen? Oder hat sie gerade Probleme mit der Einreise? Ach nein es wird schon alles gut gehen…“ Und dann läuft man auf und ab, freut sich, sorgt sich und kann es kaum erwarten. Haha, ja und dann stand sie da plötzlich, die Mama in Bangkok am Flughafen. Und ja, es war wie im Film! Ich habe alles stehen und liegen gelassen und bin auf sie zugestürmt. 🙂 Soooooooo toll! <3. Ich glaube dieses Gefühl kann ich euch gar nicht wirklich beschreiben, das muss man selbst erlebt haben. Glücksgefühle in ihrer reinsten Form :-).
Und dann haben wir einen Bilderbuch Thailand Urlaub gemacht. Ein paar Nächte auf der super hübschen Insel Koh Samet, dann sind wir runter zu Olli geflogen (da wo ich meinen ersten Monat meiner gesamten Reise verbracht habe) und dann noch ein paar Tage auf Koh Lanta. Wir haben viiiiiiiel Zeit am Strand verbracht, ein ganz kleines bisschen Kultur, uns viel mit dem Thema Essen auseinandergesetzt und ich durfte die Muddi auf dem Roller kutschieren. Bei unserer ersten Fahrt hat sie mir fast blaue Flecken gemacht, weil sie sich so an mir fest gekrallt hat, aber mit der Zeit wurde sie dann doch entspannter ;-). Wie ihr ja alle wisst habe ich die beste Mama der Welt und diese drei Wochen zusammen waren voller Harmonie, Liebe, toller Gespräche und durch und durch einzigartig. Ein paar Grinsebacken Bilder von uns :-).

Wer ein paar mehr Details zum Urlaub an sich möchte kann sich bestimmt gerne bei Mama melden. Dann kann sie durch die Urlaubsgeschichten ein wenig ihr Fernweh bekämpfen ;-).
Gut, der Abschied war dann doch ziemlich blöd. Ist scheiße, kann man nicht schön reden! Aber dafür haben wir jetzt diesen gemeinsamen Urlaub in unserer Erinnerung. Ich wurde aber relativ schnell von meinem Abschiedsschmerz abgelenkt, da im Flieger ein Australier neben mir saß, der doch sehr mitteilungsbedürftig war (2 Wochen Golfurlaub in Pattaya, seine Frau die vor 15 Monaten gestorben ist und sein Sohn, der jetzt endlich mal heiraten soll und ich ja eine sehr gut Partie wäre). Aber gut, Details würde den Rahmen hier sprengen.
In Auckland angekommen bin ich mehr oder weniger direkt ins Bett, danach direkt ins Büro und dann habe ich abends ganz viel Zeit mit meiner Freundin Anne verbracht. Anne habe ich vor 12 Jahren in Australien beim Fruitpicking kennen gelernt und wir haben zusammen mit 2 anderen damals einen Roadtrip gemacht. Tja und dann treffen wir uns viele viele Jahre später wieder im Hostel, kochen Nudeln mit Tomatensoße und reden und reden so als wäre nie was gewesen. Schon verrückt und toll, dass man solche Freundschaften hat.
Das lange Osterwochenende habe ich dazu genutzt um Matthias und noch einen anderen Freund in Tauranga/Mt Maunganui zu besuchen. Dort geht gerade die Kiwi Saison los und alle warten sehnsüchtig darauf endlich mit dem pflücken (=Geld verdienen) beginnen zu können. Ostersonntag war dann zudem auch noch mein Jahrestag, den ich eigentlich gebührend mit Bier oder Wein feiern wollte, aber aufgrund des Feiertages war dann sogar in Neuseeland mal alles geschlossen. Dödüm! Nun ja, gibt schlimmeres :D. Ich habe an dem Tag eine kleine Wanderung gemacht, bin auf einen Berg gestiegen und saß bestimmt für 2 Stunden da oben, habe meine liebsten Reiselieder gehört und ich mich einfach gefreut, wie grandios die letzten 12 Monate waren. Das Leben ist schön! 🙂
Aber fernab von dem „normalen“ Alltag in Auckland zu sein, hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Ich hatte bisher ja immer nur „bis Thailand“ gedacht. Tja und dann war ich wieder hier, 12 Monate weg aus Deutschland und hatte nicht wirklich einen Plan wie es weiter geht. Naja, den habe ich immer noch nicht :D, aber die Gedanken sortieren sich langsam und nach ein paar Tagen emotionalen Gedankenchaos habe ich die ersten Entscheidungen getroffen.
Ich habe gekündigt und kaufe mir ein Auto! Tja und schon ist da wieder ganz viel Luft in meinem Kopf und ich habe wieder viele Ideen und Pläne. Ich mag meinen Job und ich mag meine Kollegen. Was ich nicht mag sind Auckland und die Preise hier in Kombination mit meinem Gehalt. Da bleibt leider am Ende des Tages nicht so viel übrig und Neuseeland ist zu schön um in Auckland hängen zu bleiben. Also habe ich angefangen mich auf verschiedene Jobs zu bewerben und werde dann Anfang Mai – hoffentlich in meinem eigenen Auto- los fahren. Gerade ist der Plan zur Bay of Plenty zurück (da wo ich Ostern war) und dort dann noch ein wenig arbeiten, aber wie wir wissen kommt es dann ja doch anders ;-).
Ach ja und da sich die Fragen jetzt häufen… Ich habe erst mal nicht vor in 2016 nach Deutschland zu kommen… Mein Neuseeland Visum läuft bis Oktober und was danach kommt werden wir dann sehen ;-).
Ich hoffe euch geht es gut und ich freue mich von euch zu hören <3.





