Planänderungen

1 Jahr, 3 Wochen und 4 Tage: Auckland, Neuseeland

18° – Spätsommerlich sonnig

Die Planänderungen kommen schneller als gedacht…

Gut, ich muss zugeben jetzt bin ich selbst doch auch ein kleines bisschen von mir selbst überrascht… Ich ändere meine Pläne ja schon gerne, aber Pläne die ich eigentlich gerade erst gemacht habe mehr oder weniger direkt wieder umzuschmeißen, ist auch eher selten. Aber gut zwei Pläne aus meinem letzten Beitrag haben sich nicht geändert. 1. Ich gehe nicht davon aus, dass ich 2016 auf deutschen Boden weilen werden. 2. Ich habe mir ein Auto gekauft.

I proudly present: „Turtlechen“, für Freunde auch „Dude“ und wenn er mich ärgert wird als Rufname „Turtle“ verwendet. Aber eigentlich ist er mein ❤ „Turtlechen“! <3. Für die Jungs: Toyota Estima, für die Mädchen: Grün und inkl. Schafsfell.

IMG_3157

Den Rufnamen durfte ich auch direkt bei meinem ersten Trip nutzen… Also wirklich bei meinem aller ersten Ausflug übers Wochenende in die Watakere Ranges. Also im Endeffekt kann Turtlechen da gar nichts für. Es war eher meine Schuld :-/. Ich wollte übers Wochenende mein Auto mal auf Campingtauglichkeit testen und bin für zwei Tage in einen National Park gefahren, der hier direkt um die Ecke ist. Als ich dort angekommen bin hat es noch ziemlich geregnet und da ich eine 4 Std. Wanderung machen wollte, habe ich noch ein wenig gewartet bis es weniger wurde. Bei leichtem Regen bin ich dann los und habe die ganze Wanderung entweder vor mich hingegrinst oder den Kopf geschüttelt. Dieses Land ist einfach so atemberaubend schön, dass ich es selbst nach 6 Monaten nicht glauben kann. Falls einer von euch den Film „Das Piano“ gesehen hat – da war ich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 Version 2

Zurück am Parkplatz war ich müde, glücklich und durchgeschwitzt und drei mal dürft ihr raten was passiert ist?! Mein Auto ist nicht angesprungen… Ich habe nämlich beim warten das Licht angelassen und das hat die Batterie nicht verkraftet. Ist halt nen altes Schätzchen und es sagt einem nicht, wenn der Motor aus ist, aber das Licht noch an… Aber gut, ich kenne mich ja mit diesen Situationen aus. Mitten im Nichts stehen, nicht so recht wissen wie es weiter geht, keine Menschenseele in Sicht und kein Handyempfang – natürlich nicht. Wäre ja zu einfach. Aber gut, schon nach relativ kurzer Zeit habe ich jemanden mit Überbrückungskabel finden können und schon war alles wieder gut ;-).

Nun ja, aber das mit meinen Plänen Auckland schnellst möglich zu verlassen das hat irgendwie nicht so ganz funktioniert… Woran liegt das? Okay wo fange ich an ohne, dass es wie eine Prioritäten Liste aussieht? Erst einmal habe ich ein schönes Zuhause gefunden. Da ich ja eigentlich schnellst möglich aus Auckland weg wollte bin ich in ein Hostel gezogen. Tja und dieses Hostel ist fantastisch. Es ist eher wie eine riesen große WG und ich fühle mich da sehr heimisch. Die meisten Bewohner bleiben auch einige Wochen und Monaten wodurch es sich eben noch mehr wie eine Wohngemeinschaft anfühlt. Und meine neuen französischen Freunde lieben es Kekse und Brot zu backen wodurch ich nur durch und durch profitiere ;-). Meine Kaffee trink Ecke sieht so aus:

IMG_3150

Also das ist ein wichtiger Grund. Ich habe ein Zuhause in Auckland und einige neue Freunde gefunden.

Dann… habe ich von meinem Chef eine Gehaltserhöhung bekommen und die Möglichkeit flexibel zu kündigen. Ist auch nicht verkehrt…

Der Winter kommt und es wird immer kälter. Hier oben in Auckland ist es gut auszuhalten, aber je weiter südlich es geht desto kälter wird es. und da ich keine Winterklamotten dabei habe bleibe ich lieber etwas nördliche als mich komplett neu einzukleiden. Wobei ne Thermostrumpfhose werde ich mir schon gönnen ;-).

Und dann habe ich gerade eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem meiner digitalen Nomaden Freunde gestartet. Das läuft ziemlich gut, macht sehr viel Spaß und es wird immer mehr. Da möchte ich mich gerade gerne drauf konzentrieren und habe auch während meines Jobs hier die Möglichkeit daran zu arbeiten. Es ist gerade seeeeeehr ruhig im Office und irgendwie wäre es echt blöd, dass nicht zu nutzen. Wenn ich jetzt losreisen würde, wüsste ich nicht in wie weit das funktionieren würde. Da ich für die Zusammenarbeit gutes Internet brauche und das ist in Neuseeland nicht überall gegeben.

Nun ja, das sind so die Hauptbeweggründe :-). Und es fühlt sich gut an. Überraschend gut.

Aber auch die kurzfristigen Pläne ändern sich :D. Ich hatte eigentlich vor das kommende Wochenende hier in Auckland zu bleiben und mit den Jungs & Mädels aus dem Hostel zu feiern. Neben mir hat nämlich noch ein anderer aus dem Hostel Geburtstag. Und Montag ist hier Feiertag wodurch ausreichend Regenerationszeit da wäre ;-). Aber…

Gestern hatte ich im Büro Besuch von einem unserer Business-Parter (für alle Neuseelandkenner – der Kiwi Experience Sales Mann) und wir haben so drüber gequatscht was  man über das lange Wochenende so machen könnte. Tja eins kommt zum anderen und jetzt fahren wir morgen zusammen nach Feierabend zum Eastcape. Ahhhhh ich freue mich wie bolle! Das Eastcape ist der östlichste Teil von Neuseeland. Es ist ziemlich abgelegen, traumhafte Landschaften, kaum andere Menschen und wenn man morgens früh genug aufsteht für den Sonnenaufgang, dann ist man der erste Mensch, der an diesem Tag die Sonne sieht. Also abgesehen von den paar Menschen auf den pazifischen Inselchen. 😉

Ja, aber jetzt ist es zu mindestens der Plan, dass ich an meinem Geburtstag an dem Leuchtturm sitze und den Sonnenaufgang mir ansehe. Ist schon ne ziemliche geile Sache. Hoffen wir mal auf gutes Wetter ;-). Und gerade versuche ich noch meine Jungs aus dem Hostel zu überreden mitzukommen und das Interesse ist definitiv da. Schauen wir gleich mal, ob sie was organisieren konnten. Ich habe in meinem Auto nämlich keinen Platz mehr, da ich nur zwei Sitze habe.

Und daher bin gerade fleißig dabei meinen kleinen Geburtstags Roadtrip zu planen und freue mich tierisch 🙂 🙂 :-). Ich mag spontane verrückte Pläne. Ich mag Roadtrips. Ich mag das Leben. Fühlt euch gedrückt!

Hinterlasse einen Kommentar