Kanada

2 Jahre, 11 Monate und 17 Tage (=1085 Tage): Vancouver, Kanada

09° – Sonnenschein

Das neue Abenteuer.

Ja sie lebt! Und ja, sie schreibt den Blog noch :-). Hiiiiii! Ist schon ein bisschen was her, wie? Ja ich habe mir Urlaub vom Blog schreiben genommen und eigentlich auch Urlaub vom Reisen und von Abenteuern – nun ja das hat nur bedingt geklappt.

Aber gut, erst mal ein kleines Status Update: Ich bin in Kanada – in Vancouver seit knapp 6 Tagen. Und um ganz ehrlich zu sein, ich bin noch nicht wirklich angekommen. Immer, wenn ich die kanadische Flagge sehe, die hier wirklich überall ist, denke ich: „ach ja krass, ich bin ja in Kanada“. Es ist ein bisschen wie eine Wattewelt für mich gerade. Mir ist schon klar, dass ich gerade in Nordamerika bin, aber in meinem Bewusstsein ist es noch nicht angekommen, aber ich glaube das dauert noch ein bisschen. Vielleicht ist es die Reizüberflutung der letzten Wochen, vielleicht ist es die Großstadt Vancouver, vielleicht ist es sowas wie Jetlag – ich weiß es nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das Gefühl „Ich bin in Kanada“ sich bald auch in meinem Bewusstsein wiederfindet.

Oder vielleicht sogar schon heute Nachmittag, wenn ich im Greyhound Bus auf dem Weg in die Rocky Mountains bin :-). Daher jetzt auch nur ein kurzes Update, da ich gleich zum Bus muss und bei strahlend blauen Himmel Vancouver verlasse und mich auf den Weg nach Valemount, einem kleinen Bergdorf am Fusse der Rockies mache. Vancouver war für mich nur der organisatorische Zwischenstopp. Ich habe mich um Dinge, wie Steuernummer, Sim-Karte und Bank account gekümmert, damit das alles schon mal erledigt ist. Und dann waren bzw. sind lustigerweise einige meiner Freunde, die ich auf der anderen Seite der Welt kennen gelernt habe, auch hier in Vancouver und es war mehr ein Wiedersehen und Organisations-Aufenthalt. Daher kann ich gar nicht viel von Vancouver berichten, da ich nur ein ganz kurzes Touristen Programm gemacht habe.

Aber ein Eindruck, um den man nicht herum kommt – es ist das absolute Kiffer Paradies hier. Es riecht überall nach Gras, an den Straßenschildern hängen Flyer mit Telefonnummern, wo man Gras kaufen kann und gestern habe ich sogar eine SMS von meinem „Weed-Delivery-Friend“ bekommen. Interessant, dass ich nach nicht mal 5 Tagen in Kanada schon meinen eigenen Drogen-Dealer habe :-D. Wenn ich es richtig verstanden habe ist Cannabis ab Juni oder Juli legal in Vancouver oder vielleicht auch in ganz British Colombia und bis dahin befinden sie sich gerade in dieser halb-legalen Grauzone.

Naja und um einen weiteren Eindruck kommt man hier auch nicht drum rum. Die Kanadier sind wirklich die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen auf dieser Erde. Unfassbar! An meinem ersten Tag hier, also letzten Sonntag, habe ich ein kleines Sightseeing Programm von meiner japanischen Freundin Azusa (die ich in Chiang Mai kennen gelernt habe) bekommen. Wir sind über eine Brücke mit wunderschönen Ausblick gegangen, sind kurz stehen geblieben um den Ausblick zu genießen. In dem Moment lief eine Joggerin vorbei und ohne, dass wir einen Fotoapparat oder so dabei hatten, ist sie stehen geblieben und hat gefragt, ob wir ein Foto von uns beidem haben möchten :-). Einfach so, ohne dass wir die Anstalten eines Fotos gemacht hätten. Einfach, weil sie dachte, dass es ein schönes Bild ist und wir uns bestimmt freuen würden. ❤

Ein bisschen später bin ich mit dem Bus zurück zu meinem Hostel gefahren. Man zahlt hier mit Münzen und der Busfahrer kann nicht wechseln. Natürlich hatte ich nur einen 20 Dollar-Schein und keine Münzen dabei. Der Busfahrer rief freundlich in die Runde, ob jemand meinen 20er wechseln kann. Ein Mann, der direkt vorne saß, kramte in seiner Hosentasche und hat mir die 2,85 in die Hand gedrückt, die ich für das Ticket brauche. „Passt schon so, hab einen schönen Tag“. 🙂 Da war ich vielleicht ganz kurz sprachlos und habe mich einfach wahnsinnig gefreut. So ein geschenktes Busticket kann einem schon mal den Tag versüßen.

Wie gesagt, ich wollte mich nur kurz melden und Bescheid sagen, dass ich gut in Kanada angekommen bin. Ich bin zwar ziemlich müde und etwas reizüberflutet, aber ich bin mir sicher, dass ich die ganzen Gedanken und Emotionen der letzten Wochen und Monate in meinem kleinen süßen Bergdorf in den Rockies aufarbeiten kann. Und da man in einem 1.000 Seelen-Dorf vermutlich viel Zeit haben wird, werde ich euch in den nächsten Wochen bestimmt einige meiner Erlebnisse der vergangenen Wochen berichten können. Langweilig war es nicht, dass kann ich schon mal vorweg nehmen.

Und natürlich gibt es auch Fotos von meinem neuen Zuhause und der wundervollen Landschafts Kanadas, die ich gleich zum ersten Mal so wirklich sehen werde.

Habt ein schönes Wochenende und liebe Grüße aus dem sonnigen Vancouver ❤

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