Weniger als 50 Tage…

Wow, die 50 Tage Grenze wurde geknackt. Ganz genau sind es 48 Tage und 15 Stunden bis mein Flieger abhebt. So nah und doch so fern.

Die letzten zwei Wochen waren relativ unaufgeregt. Nachdem Mitte / Ende Januar doch viel passiert ist bezüglich meiner Pläne habe ich die letzten Tage und Wochen doch sehr wenig gemacht. Irgendwie hatte ich das Bedürfnis nach ein bisschen Normalität und Ruhe. Seit ich die Entscheidung gefällt habe ist so viel passiert. Ich habe viel drüber gesprochen, viel drüber nachgedacht und viel gemacht. Nachdem die großen Meilensteine erreicht worden sind brauchte mein Kopf einfach ein paar Tage Ruhe. Keine Pläne machen, keine Entscheidungen treffen… Seit ein paar Tagen ist es damit aber wieder vorbei. Ich habe immer noch einiges zu tun und will nicht, dass ich in Zeitprobleme komme. Es sind keine großen Sachen, aber gerade der bürokratische Aufwand darf nicht unterschätzt werden. Ich muss meine Unterlagen sortieren, alles notwendige in die Dropbox laden, meiner Familie einen Ordner erstellen in denen alle wichtigen Unterlagen sind, den Bank Account einreichten, Visa beantragen, Festplatte aufräumen und all so ein Kleinscheiß, den ich gerne frühzeitig erledigt haben möchte.

Und so langsam muss ich auch die ersten Tage planen. In welche Region geht es als erstes, bleibe ich nach Ankunft in Bangkok oder reise ich direkt weiter, wo übernachte ich…? Gerade tendiere ich zu Südthailand und der Region Krabi. Googelt mal Krabi und schaut euch die Bilder an. Ich glaube jeder versteht mich warum ich diese Region in Betracht ziehe.  Zur Zeit plane ich dort ein paar Tage „Urlaub“ zu machen und mir dann eine Familie / Hostel / Farm zu suchen wo ich 3-4 Wochen gegen Kost und Logis arbeiten kann. Ich denke, gerade zu Beginn brauche ich etwas Zeit, um mich auf die Reise vorzubereiten und die letzten Wochen zu verarbeiten. Und wo kann man das besser als im Paradies? Ich habe mich bei workaway angemeldet und schaue jetzt immer mal was es so für Angebote gibt. Workaway oder helpx sind Seiten, wo Reisende sich bei Privatpersonen oder auch Hostel und Farmen bewerben können, um dort für ein paar Stunden Arbeit pro Tag umsonst übernachten dürfen und Essen bekommen. Ein paar Stunden Arbeit für Kost und Logis. Es gibt ganz unterschiedliche Angebote von Gartenarbeit, Sprachlehrer, Rezeptionist, Pflege der Alzheimer kranken Eltern bis hin zu Babysitten, Tierpflege und Animateur. Es ist eine tolle Möglichkeit die Einheimischen kennen zu lernen, viel Zeit an einem Ort zu verbringen und dabei Geld zu sparen. Ab nächster Woche werde ich mich dann mal als Volonteer im Paradies bewerben :-). Ich bin gespannt, ob ich was finde und wo ich dann lande.

Das Wochenende wird aber nicht vorbereitet und gearbeitet, sondern einfach nur entspannt. Mama, Schnubel (meine Schwester) und ich machen uns ein Mädchen Wellness Wochenende und ich freue mich tierisch drauf. Abschalten, entspannen, saunieren, schlafen und die Seele baumeln lassen. Das wird traumhaft und kann ich gerade wirklich gut gebrauchen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Noch 48 Tage und 15 Stunden…

Meilensteine

Der nächste große Meilenstein ist da… Ich habe meinen Rucksack abgeholt und es war wirklich so aufregend wie gedacht. Haha, das mich ein Rucksack mal so emotional berührt hätte ich auch nicht gedacht, aber so ist es.

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Noch ist er ganz klein und leicht, aber das wird sich ganz schnell ändern.

Tja, so langsam habe ich alle großen Meilensteine der Vorbereitung erreicht:

  • Entscheidung
  • Kündigungen
  • Flug buchen
  • Rucksack

Was fehlt? Visabeantragungen, Umzug und Abschied nehmen. Und die kleineren bürokratischen Sachen wie internationaler Führerschein, Vollmachten erstellen, etc. müssen auch noch erledigt werden, aber das mache ich zwischendurch. Den letzten großen Punkt – das Abschied nehmen – schiebe ich gedanklich noch schön von mir weg. Wobei ich zugeben muss, dass dieser immer häufiger in meinen Gedanken auftritt und das Lächeln für einen Moment verschwindet. Aber es gehört dazu und da muss ich durch.

Noch 60 Tage und 21 Stunden…

Kein zurück

Die Kündigungsbestätigung lag heute im Briefkasten und gestern habe ich meinen Flug gebucht. Ja, jetzt es schwarz auf weiß. Ich habe ab dem 01.04.2015 keinen Job mehr und fliege am 26.03.15 in die große weite Welt.

Donnerstag, 26.03.15

11:40 Uhr

Amsterdam – (Helsinki) – Bangkok

Geil, übelst geil und unwirklich. Wenn ich da so von erzähle denke ich immer „Boar, das hört sich so toll an, das ist ein super Plan“. Dass das mein Plan ist habe ich noch nicht ganz realisiert. Aber warum auch? Spätestens wenn ich in Thailand meinen ersten Fruchtcocktail in Flip Flops und Pluderhose schlürfe wird es mir dämmern. Und ja… Ich habe auch Respekt. Es ist nicht direkt Angst, es ist Respekt. Mir war beim Buchen des Fluges erst mal schlecht und dann hatte ich Schmetterlinge und dann wusste ich gar nicht wohin mit mir. Aber wie mir eine wundervolle Freundin vor kurzem sagte:

If your dreams don´t scare you – they´re not big enough!

Angst gehört dazu und wird mich wahrscheinlich immer wieder begleiten. Das ist okay – so lange die Freude überwiegt. und das tut sie…

Auf dem Weg

Ich habe gerade die Nachricht bekommen, dass mein Rucksack endlich auf dem Weg zu mir ist. Über eine Freundin hatte ich den Rucksack etwas günstiger bestellen können, aber dafür hat es auch etwas länger gedauert bis er geliefert wird. Oh das ist so aufregend :-). Ich freue mich wahnsinnig auf meinen Rucksack. Das wird bestimmt ein ganz wundervoller Moment, wenn wir uns dann nächste Woche das erste Mal live begegnen. Wir werden eine außergewöhnliche und sehr intime Beziehung führen und ich kann es kaum erwarten ihn endlich bei mir zu haben. Und es ist ein weiterer Meilenstein. Ich kann anfangen zu packen und mir endlich bewusst machen wie viel ich wirklich mitnehmen kann und sollte. In der Theorie ist das ja immer so einfach, aber was dann wirklich passt und auch vom Gewicht her tragbar ist kann ich erst abschätzen, wenn ich das erste mal gepackt habe.

Nicht nur mein Rucksack ist auf dem Weg sondern auch die Kündigung zu meiner Personalabteilung. Ich habe gestern meinen unbefristeten Vertrag bei meinem Arbeitgeber zum 31.03.2015 gekündigt. Ein sicherer Job bei einem großen Unternehmen einfach so gekündigt. Und wie fühlt man sich nach so einem Gang? Geil, euphorisch, überfordert, fantastisch, ängstlich… ich habe mich gefragt „was mache ich hier gerade eigentlich, bin ich völlig bekloppt?“ und im selben Moment denke ich nur „wie abgefahren geil ist das denn eigentlich?“. Oh man, das war mal wieder ein Gefühlschaos, aber absolut positiv. Es geht weiter – ein neuer aufregender Lebensabschnitt liegt vor mir – vor mir und meinem Rucksack.

Es wird ernst…

Da ist es das neue Jahr – mein Jahr 2015. Auch wenn es irgendwie doch nur ein Datumswechsel ist hat sich meine Gefühlslage auch verändert. Seit ich weiß, dass ich auf Reise gehen werde habe ich viel recherchiert, vorbereitet und mir immer gesagt „im Januar machst du es dann fix“. Ja jetzt ist Januar und damit fange ich an alles Realität werden zu lassen. Es ist gar nicht so leicht dieses Gefühl zu beschreiben – Ehrfurcht und Respekt vielleicht verbunden mit einer Art Glückseligkeit. Es fühlt sich gigantisch an, es löst Glücksgefühle aus und trotzdem habe ich das Gefühl ich stehe kurz vor einem unheimlich wichtigen Vorstellungsgespräch. Ja vielleicht ist auch so etwas in der Art. Die Vorbereitung auf meinen absoluten Traumjob. Ich bin kribbelig und tiefentspannt. Ich kann es kaum erwarten, dass es los geht und genieße jede Minute hier in vollen Zügen. Ich will es in die Welt hinaus schreien und ruhe ganz in mir selbst.

Es ist ein abgefahrenes Gefühl, wenn man seinen Traum in die Wirklichkeit umsetzt!