Pause in der Kaffee Hauptstadt

Tag 61: Buon Ma Thout – Vietnam

31° Teils bewölkt

Mein Roadtrip Tagebuch und die ein oder andere Herausforderung des Alltag

Wisst ihr was heute ist? Heute ist der 27.05.15. Und was bedeutet das? Ich bin vor genau zwei Monaten in Asien angekommen. Wow, zwei Monate… Es hört sich irgendwie so viel an, aber wenn ich daran denke, dass ich vor gut zwei Monaten noch in Deutschland war kann ich es überhaupt nicht glauben, dass es erst zwei Monate sind. Gefühlt ist es mindestens ein halbes Jahr. Und wie verbringt man so ein Jubiläum? Mit gar nichts tun. Richtig. Gaaaaar nichts… Nichts angucken, nirgendwo hinfahren, sondern einfach nur im Hotel liegen, lesen, Filme schauen, Blog schreiben und entspannen. Die letzten Wochen waren so aufregend und spannend, dass ich meinem Körper eher selten eine Pause gegönnt habe und das habe ich die letzten Tage gemerkt. Ich war ziemlich müde und antriebslos und habe daher entschieden mir einen „Jenny Tag“ in einem Hotel zu gönnen. Und ich finds super :-D. Hier gegenüber ist ein Supermarkt wo ich mich gleich noch mit Köstlichkeiten versorgen werde und dann werde ich allerhöchstens zum Abendessen noch mal raus. Wenn man so lange auf reisen ist, ist es wichtig immer mal wieder Stops einzulegen und dem Kopf die Chance geben alles zu verarbeiten.

Ja wo bin ich denn eigentlich? Hier:

Karte

Der Ort heißt Buon Ma Thout und wird auch Vietnams Kaffee Hauptstadt genannt. Wenn ich es richtig verstanden habe herrscht hier das beste Klima für den Kaffee Anbau. Aber wirklich auseinander gesetzt habe ich mich mit dieser Stadt noch nicht. Ich arbeite mich gerade langsam, im Zick Zack, in Richtung Norden. Mein Plan ist es am 12.06. in Hanoi zu sein, weil ich dann sehr wahrscheinlich dort Besuch bekomme.

Und wie geht es mir bis auf die leichte Reise Müdigkeit? Grandios würde ich sagen! Ich genieße diese Tour in vollen Zügen und kann mein Glück kaum fassen, dass mir das gerade wirklich passiert. Aber natürlich ist nicht alles so ganz 100%ig toll. Mit zwei drei Dingen habe ich allerdings schon auch zu kämpfen…

In Mui Ne haben sich noch ein paar Sandflies bei mir verewigt und darunter leide ich immer noch. Sandflies sind kleine Käfer, die teilweise an Stränden zu finden sind und die dich beißen. Diese Bisse sind drei mal so schlimm wie Mückenstiche. Sie jucken wahnsinnig und es dauert eeeeewig bis sie verschwinden. An meinem linken Unterschenkel habe ich mehr als hundert Stiche. Da kommt Freude auf kann ich euch sagen. Zum Glück ist es in den Bergen etwas kühler sodass ich lange Hosen tragen kann, da dieser Anblick nicht wirklich schön ist. Also drückt mir die Daumen, dass es bald überstanden ist.

Und dann als kleiner Nachteil vom Motorrad fahren, ich kann mit meiner rechten Hand keine Stäbchen halten und auch Gabel und Löffel ist manchmal schwierig :-D. Nach einem langen Tag auf der Straße ist die Gas gebende Hand halt müde, aber man kommt sich schon komisch vor, wenn einem die Stäbchen einfach aus der Hand fallen. Haha aber das sind Luxus Probleme.

Woran ich mich hier noch ein wenig gewöhnen muss, ist mein anscheinend sehr außergewöhnliches Aussehen. Dadurch, dass ich hauptsächlich an den nicht Touri Orten unterwegs bin, werde ich fast immer und überall angestarrt. Die Einheimischen rufen mir was zu, laufen oder hupen mir hinter und starren mich teilweise an, als wäre ich vom anderen Stern. Das habe ich so auch noch nie erlebt und empfinde es teilweise als faszinierend und teilweise etwas befremdlich. Aber es freut mich zu sehen, dass ich hier viele Menschen mit einem einfachen Lächeln, einem Hallo oder einem Danke sehr glücklich machen kann. Da man in den Nicht Touri Regionen mit englisch nicht wirklich weiter kommt, versuche ich meine Vietnamesisch Kenntnisse immer mehr zu vertiefen, damit ich auch mal selbst entscheiden kann, was ich essen möchte. Ansonsten ist es nämlich meistens eine Überraschung was auf meinem Teller landet ;-). Hier wusste ich es ausnahmsweise mal.

Breakfast Lunch_Muscheln

So, ich werde mir jetzt ein kleines Mittagsschläfchen gönnen und dann mal sehen was der Tag noch so bringt. Da ich ja soviel Zeit gestern und heute hatte, habe ich fleißig an meinem Roadtrip Tagebuch geschrieben, sodass ihr verfolgen könnt was ich die letzten Tage so erlebt habe: Tag 1

Meine Tipps zum Roadtrip in Vietnam habe ich auch mal runter geschrieben, die findet ihr hier.

Vielleicht gehe ich aber doch erst noch einen von diesen köstlichen Kaffees trinken… Die Qual der Wahl.

Coffee break

Schmetterlinge im Bauch in Ho Chi Min City

Tag 52: Mui Ne – Vietnam

28° – überwiegend bewölkt

Eine verrückte Woche in Ho Chi Min und ein neues Familienmitglied – Roadtrip Baby

Ich bin noch nicht mal eine Woche in Vietnam??? Verrückt! Es fühlt sich an wie Wochen, wenn nicht sogar Monate. Ohhhh man, was für eine verrückte und aufregende Woche in Saigon. Haha, ich bin immer noch total geflasht. Ich war ja nun schon ein paar Mal in Asien und dachte, dass ich das Chaos in den asiatischen Großstädten gewohnt bin, aber mit dem was mich in Saigon erwartet hat, habe ich so gar nicht gerechnet. Es ging schon beim Landeanflug los. Ein Blick auf die Straßen und man fragt sich nur „Was ist das?“. Roller! Hunderte, tausende, keine Ahnung wie viele Roller. Nicht vergleichbar mit Bangkok oder Hanoi. Das ist echt der Knaller. Alles fährt wild durcheinander, als Außenstehender hat man überhaupt kein Verständnis dafür, wie das funktionieren kann. Und der Geräuschpegel dazu, hupen, rufen, Motorengeräusche, tausende Menschen überall… Der Wahnsinn… Ich war total geplättet als ich im Hostel ankam und wusste nicht, ob ich es ganz schrecklich finden soll oder lustig und faszinierend. Die Wahl fiel auf lustig und faszinierend und ich habe mich köstlich am nächsten Tag amüsiert einfach nur in den Straßen zu sitzen einen Kaffee zu trinken und dem Treiben zu zusehen.

Der Kaffee – ein weiteres Highlight meiner ersten Tage in Vietnam. Man trinkt hier ganz starken Espresso, der aber irgendwie samtweich ist, auf zuckersüßer Milch mit viel Eis. Köstlich! Wirklich. Erst bekommt man einen Zuckerschock und dann ist man abhängig. Und die Vietnamesen lieben Kaffee. An jeder Ecke gibt es ein kleines Café mit Tischen und Hockern. Für uns großen Menschen nicht immer so bequem, da alles etwas niedriger ist.

Vietnam Kaffee

Über dieses so genannte Internet habe ich einen Einheimischen kennen gelernt, der mich den ersten Tag durch die Stadt gefahren hat und alle wichtigen Sightseeing Punkte abgeklappert hat. Das waren dann auch die ersten Schmetterlinge im Bauch… Ich auf einem Roller durch diesen Verkehr??? Auch wenn ich nur hinten drauf sitze und der Einheimische wohl wissen wird was er macht. Puh. Herzklopfen! Aber es war geil. Oh man macht das einen Spaß in diesem Gewusel mitzumischen und irgendwie ist es gar nicht so schlimm. Das Bild hier ist die ganz harmlose Variante. Irgendwie habe ich vom absoluten Roller Chaos kein Foto gemacht, weil ich immer so fasziniert war ;-).

Roller HCMC  Roller Parkplatz HCMC

Ho Chi Min City hat einige Sehenswürdigkeiten, wie das alte Postoffice, einen Dom und auch ein Kriegsmuseum. Der Vietnam Krieg spielt, touristisch gesehen, noch eine sehr große Rolle. Es wird häufig thematisiert und es gibt viele Orte die man diesbezüglich besichtigen kann. Das Kriegs Museum ist faszinierend und erschreckend zugleich. Die Bilder haben mich sehr betroffen gemacht und die Stimmung im Museum insgesamt war sehr bedrückend und ziemlich sicher sind hier schon einige Tränen von Besucher geflossen. Neben dem Museum kann man von Saigon aus noch zu den Tunneln fahren in denen sich die Vietnamesen vor den Amis verschanzt haben. Man sieht wie sie in diesem Tunnelsystem gelebt haben und hat auch die Möglichkeit selbst durchzuklettern. Ein weiteres Highlight ist es hier, dass man die Möglichkeit hat mit einer Kalaschnikow zu schießen. Anscheinend einer der wenigen Orte auf dieser Erde wo das legal ist. Was für die einen ein Highlight ist, ist für die anderen eher abstoßend. So sehen übrigens die Eingänge aus für die Tunnel. Dieser wurde für die Touristen etwas vergrößert ;-).

Cu Chi Tunnel HCMC

Ja was macht man sonst noch so in Ho Chi Min City? (Der Name wurde übrigens schon 1975 geändert, aber so ganz durchgesetzt hat er sich noch nicht und es ist sehr häufig die Rede von Saigon.) Man fährt zum Beispiel einen Tag zum Mekong Delta und lässt sich durch die wunderschönen Gewässer schippern.

Mekong Delta HCMC

Mekong Delta HCMC  Mekong Delta HCMC

Und ansonsten lässt man diese Stadt einfach passieren. Ich kann das ganz schlecht beschreiben, aber irgendwie passiert die ganze Zeit irgendwas ohne das man weiß wie und warum das so ist. Zum Beispiel saß ich auf einmal bei einem Einheimischen auf dem Roller, der mich einmal quer durch die Stadt gefahren hat, um mich zu einer Garage zu bringen, die Roller verkaufen. Und plötzlich saß ich am Steuer seines Motorrads und er war der Meinung, dass ich ihn mal ein bißchen durch die Stadt kutschieren könnte. Wuaaaahhhh, ich? in diesem Verkehr? mit dem Uralt Roller? und dann auch noch einer hinten drauf? Puh… Adrenalin!

Und plötzlich sitzt man mit einem Expat (ein Europäer, der seit 7 Jahren in Asien lebt) an einem einheimischen Restaurant am Fluss, liest sich die Karte durch und findet Dinge wie Frosch Poridge, gegrillte Schlange oder Reis „Dog Style“. Es kann kein Touristen Gag gewesen sein, da wir die einzigen Europäer waren und der Laden war groß… Was man natürlich auch machen kann ist, über diesen Steg zu laufen um sich die Boote der einheimischen Obstverkäufer anzusehen, die zwischen ihren ganzen Bananen auf einem Boot in einer Hängematte leben.

Bananen Boot HCMC

Oder man isst eins der vielen wunderbaren Gerichte, oder man guckt den Hip Hop tanzenden Mädels im Park zu, oder man quatscht mit einem der vielen Backpacker, die sich alle auf der „Bui Vien“, der „Khao San Road“ Vietnams tummeln oder man testet sich durch die farbenfrohe Obstwelt, oder oder oder…

Ich hätte noch tagelang in dieser dynamischen und wuseligen Stadt bleiben können, aber irgendwie bin ich auch froh dem Chaos entflohen zu sein.

Nun ja und das aller wichtigste was mir in Saigon passiert ist… Ich habe Familienzuwachs bekommen :-). Ihr Name ist Emily. Für die Mädchen: sie ist rot, lila, schwarz. Für die Jungs: es handelt sich um eine Honda Wave, 110, Halbautomatik. Ich habe mir einen Roller gekauft :-). Ja ich habe es tatsächlich getan und bin unheimlich glücklich und stolz. Karl (mein Rucksack) und Emily werden sich wunderbar verstehen, da bin ich mir ganz sicher! Wir drei werden gemeinsam die ca. 1.900 km zurück legen, um in den Norden Vietnams zukommen und natürlich wird häufig auf dieser Strecke gestoppt. Heute Morgen ging es los und ich plane gegen Mitte Juni im Norden zu sein um das Kinderprojekt zu machen. Ein festes Startdatum habe ich da oben nicht und kann es glücklicherweise flexibel handhaben.

Jetzt bin ich gerade in Mui Ne, einem Strand- und Touristenort und plane hier zwei drei Tage zu bleiben. Danach geht es wahrscheinlich weiter nach Da Lat, einem Outdoor Sport Ort in den Bergen. Wir werden sehen, ob die Reizüberflutung so weiter geht…

WAS BISHER GESCHAH… Folge 1

Eine kleine Zusammenfassung meiner Station in Thailand.

Hier habe ich die letzten 6 Wochen und 4 Tage verbracht:

Thailand Ausschnitt Kopie

Thailand Karte

Station 1: The Banana Bungalows

Fünf wundervolle Wochen in einer Anlage in der ich an der Rezeption mithelfen konnte und dadurch Unterkunft und Verpflegung gestellt bekommen habe. Diese Zeit habe ich genutzt um zu entspannen, den Kopf frei zu kriegen, mir die wunderschöne Gegend im Süden anzuschauen und viel zu quatschen :-).

Station 2: Koh Lanta

Traumhafte Insel im Süden, Strand, Sonne, Roller fahren und relaxen

Station 3: Phuket

Kurzer Zwischenstopp in Phukets Altstadt um ein paar Sachen zu besorgen, waschen und den Rucksack auszumisten

Station 4: Khao Sok National Park

Dschungel meets Kalksteinfelsen, Wandertouren durch den Dschungel, Höhlen erkunden, auf dem See mitten im National Park schlafen

Station 5: Surrat Thani – Bangkok

Mit dem Nachtzug in Thailands Hauptstadt bevor es dann gleich nach Ho Chi Minh City in Vietnam weiter geht…

KASSENSTURZ:

  • in Euro: € 548,-
  • in Sonnenbränden (erwähnenswerte): 2
  • in Schweißtropfen: literweise
  • in Mückenstichen: dreistellig
  • in Glücksgefühl: unendlich

Khao Sok  Nachtzug

Koh Phi Phi  banana Pier

Khao Sok National Park

Tag 45: Bangkok – Thailand

36° – mit Klimaanlage zu kalt ohne nicht auszuhalten… Ein Teufelskreis!

Vier wundervolle Tage im National Park, heute morgen in Bangkok angekommen, morgen gehts weiter nach Vietnam

Mein letzter Tag in Thailand ist angebrochen. Morgen geht es dann um 15.25 (10.25 bei euch) weiter mit dem Flieger nach Ho Chi Min. Ich freue mich total drauf, aber irgendwie finde ich es auch traurig, Thailand zu verlassen. Das war jetzt mein dritter Aufenthalt hier und ich habe immer noch nicht genug. Naja, ziemlich sicher werde ich hier noch mal her kommen. Den Norden habe ich ja immer noch nicht bereist. Und wenn ich von Laos nach Myanmar will muss ich ja quasi durch Thailand :-).

In Phuket habe ich mir noch ein kleines persönliches Souvenir geholt, damit ich die nächsten Wochen auch noch täglich an Thailand denke. Ich bin nämlich vom Roller gefallen und mein Schienenbein verfärbt sich gerade ganz langsam und ne kleine Narbe behalte ich bestimmt auch :-P. Wie ihr ja wisst fahre ich gerne Roller. Und in Thailand gibt es diese wundervollen Roller Taxis. Das sind Männer (bisher habe ich noch keine Frau gesehen), die schöne farbige Westen tragen und durch die Städte fahren. Wenn man eins braucht winkt man sich das ran, setzt sich drauf und wird für 100 Baht (€ 2,80) durch die Gegend kutschiert. Heran winken bedeutet hier, die Hand von oben nach unten zu bewegen und nicht von rechts nach links wie bei uns. Das wäre das abwinken, also für „nein ich brauche keins“. Und da mein Rucksack Karl mir so wunderbar passt kann man natürlich auch mit Backpack ein Roller Taxi nehmen. Die Thais fahren zu dritt oder auch mit mehreren und da sollte doch so ne Europäerin und ihr Rucksack auch passen. Tut sie auch :-). Die Thais am Straßenrand finden es aber trotzdem sehr witzig und dem Fahrer wurden häufig irgendwelche lustige Sachen zugerufen oder wir wurden angehupt und angelächelt. Schön, wenn man so einfach Menschen eine Freude machen kann. Und mir macht es ja auch Spaß. Beim absteigen war ich allerdings etwas euphorisch und zu schwungvoll und ich habe mit dem Rucksack leichte Schlagseite bekommen und habe mir ordentlich das Bein angeschlagen. Aber hey wat solls, wirklich schlimm ist es nicht, das verheilt ja wieder. Ich musste nur mal wieder über meine eigene Tollpatschigkeit lachen.

Mit dem Localbus bin ich dann von Phuket zum Khao Sok National gefahren. Die Busstationen in Thailand überraschen mich immer wieder. Man denkt immer, dass alles etwas chaotisch ist, aber an den Busstationen ist wirklich alles akkurat geregelt und es bleiben keine Fragen offen. Simples Reisen für wenig Geld.

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Bus Station Phuket

Der Khao Sok National Park ist bekannt für seine Kalksteinfelsen, die umgeben sind vom Regenwald. Mittendrin ist noch ein riesig großer Stausee. Ich habe mich für eine 2 Tages Tour angemeldet bei der man auf dem See in schwimmenden Bungalows übernachtet. Wir hatten eine super lustige Gruppe und das Panorama ist wirklich atemberaubend!

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Und hier haben wir übernachtet: Beim zweiten Bild sind die Bungalow links zu sehen.

Floating Bungalows - Khao Sok

Floating Bungalows – Khao Sok

Floating Bungalows - Khao Sok

Floating Bungalows – Khao Sok

Am ersten Tag sind wir mit dem Boot hier hin gefahren:

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Und haben eine kleine Wanderung zu einer Höhle gemacht durch die wir durchschwimmen mussten. Oh man war das geil! Wir mussten nicht komplett schwimmen, aber es gab Stellen, da war das Wasser so hoch, dass es uns bis zum Kinn gereicht hat. Andere Stellen waren trocken und dafür voll mit Fledermäusen.

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Khao Sok - Schmetterlinge

Khao Sok – Schmetterlinge

Khao Sok - Nam Talu Cave

Khao Sok – Nam Talu Cave

Die abendliche und morgendliche Tiersafari war leider nicht so erfolgreich, aber wer braucht bei dieser Landschaft schon außergewöhnliche Tiere ;-).

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Khao Sok National Park

Auch am zweiten Tag sind wir wieder wandern gegangen auch diesmal wieder mit dem Ziel eine Höhle zu besichtigen. Diesmal ging es ordentlich bergauf und der Körper wurde endlich mal wieder gefordert. Ansonsten haben die Muskeln ja nicht so ganz viel hier zu tun. Vom Strand in die Hängematte und so, aber das ist ein anderes Thema ;-). Und auch diesmal hat sich der anstrengende Weg gelohnt:

Khao Sok - Cave

Khao Sok – Cave

Khao Sok - Cave Schlange

Khao Sok – Cave Schlange

Leider gab es einen kleinen Unfall in der Höhle. Ein 12jähriges Mädchen ist ausgerutscht und unglücklich auf ihren Arm gefallen. Ihre Mama und ihr Bruder sind dann direkt mit ihr vorgelaufen. Als wir dann unten bei den Booten ankamen wurde nicht nur das Mädchen verarztet, sondern auch die Mama. Die ist nämlich beim Rückweg umgeknickt und hatte einen ganz dicken Knöchel. Echt ärgerlich. Auf dem Rückweg haben wir die zwei dann noch ins Krankenhaus gebracht und wie sich raus stellte haben sich beide was gebrochen. Total ärgerlich und echt ein blöder Abschluss, aber die Zeit im National Park war trotzdem super toll.

Khao Sok

Khao Sok National Park

Ja und vom National Park habe ich mich dann gestern auf den Weg nach Bangkok gemacht. Das sind schon einige Kilometer, daher bietet sich immer eine Übernachtungsfahrt an. Da gibt es Züge mit Schlafabteilen oder Busse mit Schlafsitzen. Ich habe mich für einen Zug entschieden, da ich hier noch nie mit einem Sleeper gefahren bin. Und ich versuche ja immer möglichst viel neues auszuprobieren.

Nachtzug

Und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Sehr bequem und viel Platz. Ganz im Gegenteil zu diesem grünen Eis-Milch-Tee. Den würde ich euch nicht weiter empfehlen. Geeiste Milch mit Algengeschmack ist nicht so ganz meins ;-).

So, ich werde mich jetzt vorerst das letzte Mal auf den Weg zu einer thailändischen Garküche machen und dann noch ein wenig recherchieren. Mir die „neue“ Währung einprägen, schauen was man so in Saigon so unternehmen kann und mich mal darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt mit dem eigenen Roller die Strecke nach Hanoi zurück zu legen…

Zwischenstopp in Phuket

Tag 40: Phuket – Thailand

31° meist bewölkt

Waschtag in Phuket bevor es morgen in den National Park geht, Flug nach Vietnam ist gebucht

Sàwàddee ká aus Phuket, gestern bin ich auf der Halbinsel Phuket angekommen, die wohl auch als Mallorca Thailands bekannt ist. Von Koh Lanta kann man wunderbar mit dem Boot her fahren und ist ein guter Zwischenstopp bevor es dann weiter in den Khao Sok National Park geht.

Ich habe einen Beitrag zu Koh Lanta geschrieben. Den findet ihr hier. Und für einen kleinen Überblick habe ich ein paar Fotos für euch:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Mu National Park ganz im Süden nach meiner Roller Tour

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Mittagspause am Klong Nim Beach

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Schnorcheln auf Chinesisch

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA  no filter 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  OLYMPUS DIGITAL CAMERA Emerald Cave

Diese Höhle ist ein Highlight bei chinesischen Touristen. Man schwimmt ca. 15 min durch eine Höhle und kommt dann an diesem kleinen Strand raus. Und damit das alles auch seine Ordnung hat schwimmen sie in Reih und Glied wie man in dem linken Bild oben erkennen kann. Ein Spektakel, ich habe mich gar nicht mehr eingekriegt. Hunderte aufgeregte Chinesen, die sich brav in einer Reihe aufstellen und dann gemeinsam durch die Höhle schwimmen. Und natürlich wurde laut geschrien und gerufen als sie in der Dunkelheit waren. Die eine Reihe von ca. 60 Leuten rein, die andere Menschenschlange raus. Ui, da war es gar nicht so einfach selbst durch die Höhle zu schwimmen. Und weil ich die ganze Zeit lachen musste war ich sehr froh über meine Schwimmweste, sonst wäre ich noch unter gegangen :D. Ach ja und schaut euch mal an was der junge Mann links im Bild fotografiert ;-). (Wenn ihr drauf klickt wird es größer).

Gestern ging es dann mit dem Boot rüber nach Phuket mit einem kurzen Zwischenstopp auf Koh Phi Phi. Wie es sich in Thailand gehört werden alle Taschen und Rucksäcke aufeinander gelegt und man macht es sich gemütlich.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Der mit der gelben Blume ist Karl ❤

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  OLYMPUS DIGITAL CAMERA Phi Phi (touristischer (Alp-) Traum)

In Phuket habe ich in der Stadt und nicht am Strand eingecheckt. Meine Haut kann dann doch etwas Sonnen Pause gebrauchen :-/. Das Hostel hatte ich mir noch von Koh Lanta aus gebucht. Mit Hilfe dieses Internets ist es heutzutage ja mehr als einfach eine gute Unterkunft zu finden. Schnell geduscht und dann los zur Abendessens Suche. Die Wahl fiel mal wieder auf eine gute Garküche. Aber wie findet man denn eigentlich eine gute Garküche? Ganz einfach, da wo die meisten Einheimischen essen sollte man auch essen. 🙂 und es hat sich mal wieder bestätigt. Ich habe keine Ahnung was genau ich gegessen habe, aber es war mega lecker.

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Heute habe ich den Tag genutzt um Wäsche zu waschen, meine nächsten Tage zu planen und natürlich die Weiterreise zu organisieren. Ich habe meinen Flug nach Vietnam gebucht. Am 12.05.15 geht es in den Süden nach Ho Chi Minh City (Saigon). Ich habe mich für das Kinderprojekt (vielen Dank für eure Rückmeldungen) entschieden und warte jetzt gerade auf die Terminbestätigung. Mein Plan ist es nämlich von HCMC hoch in den Norden zu reisen und am Ende meines Vietnam Trips das Volonteering zu machen. Bisher habe ich leider nichts gehört, aber das klärt sich schon. Wie wir gelernt haben, es fügt sich ja alles :-).

Angekommen auf Koh Lanta

Tag 37: Koh Lanta – Thailand

29° sonnig

Das Reisen geht los… Auf der wundschönen Insel Koh Lanta angekommen.

Und plötzlich war er da, der Tag an dem das Reisen richtig los geht. Die fünf Wochen im Bananas waren ja nur das „Aufwärmen“. Ich hatte fünf Wochen lang das selbe Bett, konnte meine Klamotten in einen Schrank räumen und hatte jeden Tag meine Kollegen um mich herum. Sicherheit und Beständigkeit – damit ist es jetzt erst einmal vorbei. Ich muss zugeben ich war ein bißchen aufgeregt als ich das Bananas verlassen habe. Sehr gemischte Gefühle… Zu wissen bald an einem Traumstrand liegen zu können, Nationalparks zu erkunden und einfach das zu machen, wonach mir der Sinn steht wurde begleitet von der Ungewissheit. Wird mir das Hostel gefallen wo ich die ersten zwei Nächte schlafe? Habe ich Karl sinnvoll gepackt, dass ich nicht den kompletten Rucksack ausräumen muss? Werde ich mich alleine langweilen? Oder werde ich mich sogar einsam fühlen? Aber natürlich war da auch die Neugierde genau das heraus zu finden.

Nachdem ich dann in den Local-Bus eingestiegen bin, der direkt vorm Bananas fährt und ich hinten auf dem Jeep saß, habe ich mich richtig gut gefühlt. Ich bin so dankbar für diese fünf Wochen in denen ich einfach die Zeit hatte alles auf mich wirken zu lassen und mich bereit zu machen für den großen Trip. Und während man noch darüber nachdenkt was so kommen wird, ist man schon mitten drin.

Koh Lanta ist eine wunderschöne Insel. Lange weiße Traumsandstrände, die teilweise wirklich leer sind, viele kleine und gemütliche Hostels, Straßen zum Shoppen, Thai Massagen, Wasserfälle, Dschungel und Schnorchel Touren. Genau so wie man sich die perfekte thailändische Urlaubs Insel vorstellt. Alles da was man benötigt, aber nicht zu touristisch. Sehr entspannt, aber nicht zu ruhig. Zur Zeit plane ich vier Nächte hier ein. Gestern habe ich die Insel mit dem Roller erkundet, heute gönne ich mir einen Strand Tag und morgen werde ich wohl auf einen Bootstrip gehen. Details dazu werde ich noch in einem Reisebericht schreiben. Aber wie man ja schon raus lesen kann bin ich wirklich begeistert und wie man hört gibt es hier Leute, die zwei Nächte bleiben wollten und inzwischen seit zwei Monaten hier sind.

Und natürlich habe ich Karl nicht richtig gepackt und nach nur einer Übernachtung habe ich das große Klamotten Chaos um mich herum. Haha, naja das war ja irgendwie klar. Ich glaube in Bezug auf Ordnung im Kleiderschrank werde ich mich wohl nie ändern ;-). Das Hostel gefällt mir. Es ist ein bißchen wie die Heimat der verlorenen Jungs in Peter Pan. Es ist wie ein Baumhaus aufgebaut, leider fehlt der Abenteuerspielplatz der verlorenen Jungs, aber es ist sehr gemütlich und es sind super nette Leute hier. 🙂 Die ersten Nächte habe ich ja umsonst bekommen aufgrund des Couchsurfing Kontakts, aber habe mich dann direkt für zwei Nächte eingebucht. Und habe ich mich bisher einsam gefühlt? Nein! Alleine langweilen? Dazu hatte ich gar keine Möglichkeit, es hat ca. eine halbe Stunde gedauert bis ich mit einer Engländerin beim Schwimmen ins quatschen kam. Und ruck zuck waren wir eine Gruppe von 10 Leuten, haben abends zusammen gekocht und die nächsten Leute kennen gelernt… Alle Sorgen und Gedanken mal wieder umsonst, aber man hat sie ja trotzdem. Und ich werde sie auch wieder haben, aber jetzt erst mal nicht 😉

Weiter gehts…

Tag 32: Krabi – Thailand

33° Sonnig, leicht bewölkt

5 Wochen Banana Bungalow in Krabi sind um, es geht weiter, zuerst Reisen in Südthailand und dann ab nach Vietnam

Zwei Tage noch, dann ist mein Volonteering hier im Banana Bungalow vorbei; 5 Wochen, die einfach so vorbei geflogen sind. Die Anlage schließt am 01.05., da zum einen die Low Season anfängt (aufgrund von vermehrten Regenfällen und im europäischen Sommer zieht es weniger Menschen in die Ferne)  und zum anderen benötigt mein Chef Olli auch mal ein paar Tage Urlaub um nach Deutschland fliegen zu können. Also 2 Tage noch und dann geht es auch für mich weiter :-). Inzwischen ist es hier sehr ruhig geworden, wir haben nur noch wenige Gäste und meine Hauptaufgabe am Tag besteht darin an meiner Bräune zu arbeiten. Es läuft ganz gut kann ich sagen ;-).

Die Zeit hier war fantastisch und genau das richtige was ich zu Beginn meiner großen Reise benötigt habe. Das unendliche Glücksgefühl, dass ich erlebt habe, als ich die Zusage bekommen habe, hat sich bestätigt. Dieser Ort ist wirklich ein kleines Paradies, das Team, die Gäste, das Essen, die Landschaft, die Ausflüge – ohne Worte. Für mich persönlich war es zu dem sehr wichtig, dass ich viel Zeit für mich habe. Die letzten Wochen in Frankfurt waren doch sehr intensiv und ich hatte irgendwie überhaupt keine Zeit meine ganzen Gedanken und Gefühle zu verarbeiten. Hier hatte ich viel Zeit um mit meinem Mango-Shake in der Hängematte zu liegen und einfach mal die ganzen Wochen seit meiner Entscheidung Revue passieren lassen können. Und eins kann ich euch sagen, die Entscheidung Frankfurt zu verlassen war absolut die Richtige und total überfällig. Wenn ich daran denke, dass ich zur Zeit offiziell Bielefelderin bin und mich in Zukunft wieder Kölnerin nennen kann hüpft mein Herz und ich muss lächeln. Es ist als wäre eine dunkle Gewitterwolke verschwunden und das obwohl ich so viele wundervolle und tolle Menschen in Hessen kennen lernen durfte. Aber die verliere ich ja nicht, nur weil ich woanders wohne. Ich bin glücklich, dass ich die Zeit hier so gut auch für mich nutzen konnte und freue mich jetzt darauf, dass das Reisen endlich los geht. Mein Rucksack Karl will ja schließlich gefordert werden ;-).

Wie geht es denn nun weiter? Erst mal werde ich nach Koh Lanta fahren, eine Insel die hier in der Nähe ist. Dort habe ich ein Couchsurfing Angebot einer Amerikanerin, die ein Hostel aufgemacht hat. Da sie selbst beim Reisen immer viel „Couch surft“ hat sie entschieden, dass sie immer ein oder zwei Betten aus ihrem Hostel an Couchsurfer vergibt. Das heißt ich übernachte zwei Mal umsonst in einem Hostel. Nicht verkehrt, oder ;-). Für alle die Couchsurfen nicht kennen:

CouchSurfing ist ein kommerzielles und internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk. Die Mitglieder nutzen die Website, um eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden, selbst eine Unterkunft oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen. (Quelle: Wikipedia)

Auf Koh Lanta werde ich mal nach einer guten Tauchbasis Ausschau halten und mir mal die thailändische Wasserwelt etwas genauer ansehen. Danach habe ich vor nach Khao Sok einen großen National Park zu fahren und dort ein paar Tage zu verbringen. Und danach werde ich mich wahrscheinlich in Richtung Bangkok aufmachen. Ich plane noch ca. 2 Wochen in Thailand zu reisen um dann nach Vietnam zu fliegen. Die besagte Email an meinem Geburtstag kam nämlich von einem Projekt im Norden Vietnams, die meine Unterstützung benötigen würden. Das funktioniert nach dem selben Prinzip wie hier. Ich arbeite ein paar Stunden am Tag und bekomme dafür Unterkunft und Verpflegung für umsonst. Da es nicht so einfach ist diese Stellen zu bekommen, habe ich mich wahnsinnig gefreut.

Es handelt sich dabei um ein Projekt in einem Bergdorf ganz im Norden von Vietnam, fast an der Grenze zu China. Hier werden benachteiligte Kinder unterrichtet, um ihnen die Möglichkeit auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie lernen Englisch und bekommen Unterstützung um die Hürden des Alltags zu bestehen. Volontäre von überall aus der Welt unterstützen hierbei die Festangestellten. Mir war es wichtig, dass ich erst eine Volontärsstelle habe bevor ich anfange zu reisen. Ich habe gerne ein Ziel auf das ich hinarbeite oder in diesem Fall reise. Und zu wissen, dass man nach ein paar Wochen unterwegs sein, wieder eine Art Homebase hat und den Rucksack nicht jeden Tag wieder packen muss, ist nicht verkehrt. Zur Zeit warte ich noch auf eine Rückantwort bezüglich des Start Termins, damit ich weiß wie viel Zeit ich noch habe. Wenn alles so läuft wie gewünscht dann würde ich noch zwei Wochen in Thailand reisen, dann von Bangkok nach Ho-Chi-Min Stadt (Saigon) im Süden von Vietnam fliegen und dann in 4-5 Wochen in den Norden zum Bergdorf reisen.

Noch ist nichts gebucht… Und wie wir wissen kommt immer alles anders ;-). Heute morgen habe ich nämlich noch zwei weitere Angebote für Vietnam bekommen. Ein kleines Guesthouse im Süden von Vietnam sucht Unterstützung für die Rezeption und das hauseigene Restaurant. Das andere Projekt ist auch im Norden von Vietnam, unterstützt Jugendliche in ihrer Ausbildung und dafür suchen sie noch Volontäre im Marketing/Office. Und damit habe ich die Qual der Wahl und das Luxusproblem mich entscheiden zu müssen. Puh, das ist gar nicht so einfach, da alle drei Projekte ihre Vor- und Nachteile haben. Ich glaube ich mache mir erst mal ein Mango-Shake, lege mich in die Hängematte und denke darüber nach :-). Ihr dürft mich gerne in meiner Entscheidung unterstützen und mir mitteilen wofür ihr euch entscheiden würdet.

Sonnige Grüße

Geburtstag

Tag 20: Krabi – Thailand

28° meist bewölkt

Roller-Tour und ein ganz besonderes Geschenk

Erst einmal ein riesen großes Dankeschön für eure ganzen Nachrichten, Botschaften, Videos und Fotos. Ich habe mich wirklich total gefreut :-).

Jaaaa, wie verbringt man denn seinen Geburtstag fast 10.000km von der Heimat entfernt? Eins schon mal ganz sicher, nicht mit Arbeit. Meine zwei Jungs haben mir den Tag natürlich freigegeben und ich konnte damit selbst entscheiden, wie ich meinen Tag fülle. Nicht lange überlegt, mir war klar, wenn ich einen ganzen Tag für mich habe, werde ich diesen definitiv auf einem Roller verbringen. Ich liebe Roller fahren :-). Letztes Jahr im Urlaub auf Koh Chang wurde das Kurven fahren noch brav auf dem Hotelparkplatz geübt, aber das war diesmal nicht notwendig. Inzwischen fühle ich mich doch sehr sicher auf dem motorisierten Zweirad.

Umgeben von dieser wunderschönen Kalksteinfelsen Landschaft habe ich mich dann auf den Weg nach Ao Nang gemacht, einem Touristenort hier in der Nähe. Der Weg allein war schon ein Highlight. Kleine Dörfer, die Kalksteinfelsen, Mangroven und Kautschuk Wäldchen. Ao Nang an sich ist ein typischer Touristenort. Ein Lädchen neben dem nächsten. Kleidung, Souvenirs, Essen, Massagen… Man weiß gar nicht wo man als erstes hinschauen soll. Vor allem, wenn man soviel Zeit hier bei uns im Bananas Paradies verbracht hat, ist das erst mal ein kleiner Kulturschock. Es ist plötzlich alles so laut und wuselig. Haha, da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Leute, die aus Bangkok kommen finden es in Ao Bang bestimmt schön ruhig, aber ich erst mal nicht ;-). Nachdem ich mir ein Mango Smoothie gegönnt habe bin ich mit einem Longtail Boot zum Railay Beach rüber gefahren, bzw. gefahren worden. Der Railay Beach ist nur übers Wasser erreichbar und wirklich einen Ausflug wert. Weißer Sandstrand, kristallklares Wasser und umgeben von diesen wunderschönen Kalksteinfelsen. Ach ein Traum…

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Auf den Bildern kommt es leider nicht so raus, weil es gestern etwas diesig war, aber ich kann euch sagen, es ist ein wirklich schöner Ort.

In Ao Nang habe ich mir eine Pediküre für ganze € 4,25 gegönnt. Meine Füße sind jetzt endlich mal wieder sauber und die Nägel erstrahlen in einem knalligen lila. Fancy :-). Ich glaube alle, die als Backpacker schon mal unterwegs waren wissen wie gut man sich nach einer Pediküre fühlt. Dadurch, dass man ja quasi immer barfuss durch die Gegend läuft ist es doch relativ schwierig die Füße sauber zu halten. Wirklich lange wird das bei mir auch nicht halten…

Danach habe ich mich wieder auf meinen blauen Flitzer geschwungen und habe mich auf den Weg zum Shopping Center gemacht. Highway fahren zum Feierabend in Thailand – wohoooou Adrenalin war gestern mein Freund. Es ist echt unfassbar wie hier alle Fahrzeuge wild durcheinanderwuseln und trotzdem nichts passiert. Am Anfang bin ich noch ganz vorsichtig und langsam gefahren, aber nach den ersten zwei drei Überholmanövern wusste ich, dass ich beim asiatischen Verkehr mitmischen kann.

Das Shopping Center ansich war nichts besonderes, aber ich war auf der Suche nach einem leckeren Kuchen. Olli, Andrew und ich haben uns die Tage über leckere Torten unterhalten und da dachte ich mir der Geburtstag ist doch ein guter Anlass um sich was zu gönnen. Quietschbunte Farben und undefinierbare Sorten machen einem die Entscheidung nicht unbedingt einfach, aber zum Glück ist Schokolade unverkennbar. Der Transport war dann die größere Herausforderung, da es ja ziemlich heiß war und ich noch ne gute Stunde Fahrt vor mir hatte. Der Fahrtwind wird’s schon richten ;-).

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Zurück im Bananas gab es zum Glück direkt Essen. Wir essen hier im abends immer zusammen. Um 19.00 Uhr klingelt das Glöckchen und alle Gäste kommen zusammen und wir essen gemeinsam. Gestern gab es grünes Curry und Frühlingsrollen. Mmmmh… Yummi! Danach bin ich dann erst mal in Ruhe duschen gegangen, nachdem Andrew mir versprochen hat mir einen Gin Tonic fertig zu machen. Ja und als ich zurück kam stand (noch) kein Gin Tonic auf dem Tisch, dafür aber dies hier:

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Ein pinker „Happy birthday Jenny“ Geburtstags Kuchen :-). Und dazu haben mir dann alle Gäste ein Ständchen gesungen. Ach, total süß und ich war richtig gerührt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und umso mehr hat es mich gefreut! Den Kuchen den ich mitgebracht habe werden wir daher heute erst testen, wenn er die Fahrt überlegt hat und noch gut ist.

Nach dem ein oder anderen Gin Tonic und Chang Beer (soviele, dass ich die Gerüche, die heute aus der Küche kommen nicht so ganz geil finde… ;-)) und die anderen alle ins Bett sind, habe ich mich noch mal raus auf den Pier gesetzt um die Sterne und das Plankton zu sehen. Ich hatte mein Handy dabei habe mir noch mal alle Geburtstagsgrüße durchgelesen, gehört und angeschaut und mich einfach nur gefreut und war glückselig. Das Leben kann so wundervoll sein! Und genau in diesem Moment bekomme ich eine ganz besondere Mail, die nichts mit meinem Geburtstag zu tun hat. Es war die Bestätigung für meine nächste Stelle… Eine Mail auf die ich seit einer Woche sehnsüchtig warte und dann kommt sie genau in diesem Moment. Karma?

Songkran 2015

Tag 20: Krabi – Thailand

34° größtenteils sonnig, nach ein paar sehr wechselhaften Tag und wundervollen Regen

Thai Neujahr mit der größten Wasserschlacht meines Lebens 😀

Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest der Thais, das vom 13. – 15. April statt gefunden hat. An Songkran erreicht die Sonne ein neues Tierkreiszeichen und steht im Zeichen der Reinigung und des Neuanfangs. Symbolisiert wird das ganze durch das Element Wasser. Am Abend des 12. Aprils werden die Häuser gründlich gereinigt und das große Reisen geht los. Die Thais reisen durch das ganze Land, um Familie und Freunde zu besuchen. Es sind eher die Jüngeren, die zu den ältere Generation fahren, um ihnen Respekt zu zeigen. Gemeinsam werden die Wats (Tempel) besucht und es werden Früchte und Reis geopfert. Man begießt sich gegenseitig mit etwas Wasser um sich zu reinigen, das Böse zu verscheuchen und um eine reichhaltige Ernte zu sichern. Danach wird ein bißchen Babypuder im Gesicht verrieben, was für viel Nachwuchs steht und wodurch die Zukunft gesichert sein soll. Das ist der traditionelle Hintergrund des Songkrans was aber in den großen Städten und Touristen Orten doch ziemlich ausgeweitet wurde. Das Thai Neujahr hat nichts mehr mit etwas Wasser und etwas Babypuder zu tun – es ist eine riesengroße Wasser- und Puderschlacht…

Wir haben für unsere Gäste ein Taxi organisiert, das den ganzen Tag durch die Gegend fährt, um an dem Straßenfest teilnehmen zu können. Insgesamt waren wir zu neunt und wussten ehrlich gesagt nicht so wirklich was auf uns zu kommt. Um 10.00 Uhr wurden wir von unserem Pick up Taxi abgeholt. Uns wurde mehrfach gesagt, dass wir absolut nichts mitnehmen sollten was nicht nass werden darf bzw. unbedingt alles wasserdicht verpacken müssen. Am besten dreifach. Der Fahrer war schon gut vorbereitet und hatte hinten drauf zwei Tonnen voll mit Wasser drauf. Wir hatten Klingeln hinten auf dem Pick up und sollten uns bemerkbar machen, sobald das Wasser dem Ende entgegen geht. Gespannt und neugierig was uns den Tag über erwarten wird sind wir los gefahren. Nach ein paar Minuten wurden wir langsamer und wir dachten, dass wir an einem Supermarkt angekommen sind wo wir uns Wasserpistolen zulegen können. Nee nee nix da… Die Kinder aus dem Dorf waren schon bereit und haben uns die erste Ladung Wasser gegeben. Naja, bei 30° eine wundervolle Erfrischung. Nachdem wir dann alle einmal nass gespritzt wurden sind wir weiter gefahren und ein paar Meter weiter stand schon die nächste Truppe am Straßenrand. Bewaffnet mit Wasserpistolen, Wasserschläuchen und einer Regentonne voll Wasser haben sie es dann geschafft, dass wir bis auf die Haut nass waren. Und spätestens da hat uns der Ehrgeiz gepackt und wir konnten es nicht erwarten, uns selbst mit den richtigen Gerätschaften auszustatten. Gesagt getan, knallbunte Wasserpistolen in allen möglichen Farben und Bildchen drauf, mit Wassertanks in Herzchenform und Regenschirmen aus denen man Wasser spritzen kann. Herrlich :-)! Meine war natürlich pink 😛

Auf dem Weg in die Innenstadt von Krabi war es so, dass alle paar Hundert Meter am Straßenrand eine Gruppe stand, die nur auf die „Opfer“ auf den Autos gewartet hat. Die Autos fahren dann langsam vorbei und entweder man leistet sich die Wasserschlacht aus dem Auto heraus oder man geht raus und kämpft auf der Straße. Ein Auto voller „Touristen“ war natürlich immer und überall ein gefundenes Fressen für die Einheimischen. Die meisten hatten Wasserpistolen oder Eimer voll mit Wasser, aber es gab auch einige, die Puder hatten und diesen dann ganz vorsichtig in deinem Gesicht verteilt haben. Das war wirklich ein Phänomen. Man leistet sich eine totale Wasserschlacht und dann kommen ein paar Thais an und fassen dir ganz behutsam ins Gesicht um etwas Puder zu verteilen. Hintergrund hierbei ist es, dass Thais sich in der Öffentlichkeit nicht anfassen und dies nur zum Neujahrsfest machen. Das heißt es ist was ganz besonderes die Haut von anderen Menschen zu berühren und ganz besonderes natürlich bei den „weißen“ Touris.

Je weiter wir zu den Touri- oder Stadtzentren kamen, desto mehr und größer wurden die Gruppen am Straßenrand. In der Innenstadt ist es dann wie zum Karneval in Köln. Es fährt eine große Autokolonne durch die Stadt und am Straßenrand stehen tausenden Menschen und liefern sich eine mega Wasser- / Puderschlacht. Viele haben in ihren Wassertonnen direkt den Wasserschlauch um eine durchgängige Wasserversorgung zu gewährleisten. Wenn die Wassertonnen auf den Autos leer sind, wird der Schlauch aber großzügig ausgeliehen. Das war echt super lustig, man liefert sich eine totale Wasser- / Puderschlacht mit den Leuten am Straßenrand, sobald man fragt oder sie sehen, dass dein Tank leer ist, wird der Wasserschlauch hergegeben und man ist plötzlich ein Team und kämpft gemeinsam gegen die Leute auf den Autos. 😀 Ach ihr könnt euch vorstellen, ich hatte den ganzen Tag ein festgetackertes Grinsen im Gesicht.

Aber es stellte sich relativ schnell raus, dass wir Anfänger waren, Songkran 2.0 ist nämlich Eiswasser. Und damit meine ich nicht Wasser mit ein paar Eiswürfeln drin, nein Eisblöcke die geschmolzen sind und dann fröhlich mit Eimern in den Nacken von anderen Feiernden gekippt werden. Heilige Scheiße…. das ist hart! Es wird dir ja nicht nur ein bißchen Eiswasser übergekippt, sondern literweise – Schockgefrostet. Wenn man mal wieder auf eine Truppe mit Eiswasser gestoßen ist hat man sich fast schon gefreut, wenn dich jemand mit normalem Wasser erwischt hat.

Aufgrund des ganzen Wassers habe ich leider keine Fotos machen können, das war mir dann doch zu gefährlich, aber für eine ungefähre Vorstellung habe ich ein Gruppenbild von unserem Team Banana Bungalows:

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Es war wirklich ein ganz fantastischer Tag und ich musste gerade, während ich den Beitrag geschrieben habe, durchgängig lächeln :-). Und nach dem ganzen Wasser und dem ganzen Babypuder ist meine Zukunft in Bezug auf Ernte und Nachwuchs auf jeden Fall gesichert… 😉

Like ice in the sunshine

Tag 15: Krabi – Thailand

33° überwiegend bewölkt, wir warten sehnsüchtig auf Regen

Entspannung, Fahrrad und Bootsausflüge zu Traumstränden und das weltbeste Kokosnuss Eis

Guten morgen zusammen,

wie ich hörte ist nun endlich der Frühling in Deutschland angekommen? Jippieh, und dann steht unsere Arminina auch noch im Halbfinale des DFB Pokals, der Wahnsinn!  🙂 🙂 :-).

Bei mir ist es gerade früh morgens, genieße den frisch gekochten Kaffee und gucke unseren Welpen beim Spielen mit der Katze zu. Ich bin noch ein bißchen verpeilt, da es gestern dann doch wohl ein Chang zu viel war :-/ ;-). Jeder der schon mal in Thailand war und in den Genuss von Chang Bier gekommen ist sollte das Phänomen kennen. Jede Dose ist eine Überraschung, irgendwie ist nie so ganz klar wie viel Prozent das Bier hat. Es variiert zwischen 4 und 13 Prozent. Deshalb kann es sein, dass auch schon drei Bier am nächsten Tag weh tun…

Aber gut, aber es ist ja nun nicht so, dass ich einen wahnsinnigen stressigen Tag vor mir habe. Kaffee trinken, frühstücken, dann ein bißchen in die Sonne, sobald das Wasser da ist (aufgrund der Gezeiten) gehe ich schwimmen und heute Abend mache ich dann meine abendliche Fahrradtour um wenigstens etwas sportliche Betätigung am Tag zu haben. Ansonsten sitzen und liegen wir ja schon viel rum, aber selbst das ist bei dem derzeitigen Wetter schweißtreibend. Ach ja und eine ganz wichtige Aufgabe heute – auf den Eismann warten, der am Wochenende immer mit seinem Motorrad Eiswagen vorbei kommt und selbst gemachtes Kokos Eis verkauft.

Okay, was kann ich neues aus dem Paradies berichten? Vor ein paar Tage habe ich einen Nachmittagsausflug zum so genannten „Secret Beach“ gemacht. Dieser Strand liegt ziemlich versteckt und es ist nicht so ganz einfach ihn zu finden, aber dafür ist man dann auch alleine und hat einen super schönen Strand für sich. Ich liebe den Blick auf die Kalksteinfelsen, das ist schon echt einmalig hier.

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Und dann hatte ich auch schon den ersten Besuch. Und das nach zwei Wochen, nicht schlecht oder? Rüdi, en kölsche Jung mit dem ich in den letzten Jahren schon das ein oder andere Kölsch getrunken habe, war auf Thailand Urlaub und hat dann einen Stop bei uns im Banana Bungalows eingelegt. Ich konnte mir einen Tag komplett frei nehmen und bin dann mit ihm auf den Island Trip gefahren, den wir unseren Gästen anbieten und immer empfehlen. Insgesamt waren wir zu sechst und wurden in einem Longtail Boot durch die fantastischen Kalkstein-Inselchen gefahren und haben insgesamt drei Stops eingelegt. Ein bißchen Schnorcheln, ein bißchen am Traumstrand liegen und ein bißchen die Inseln erkunden. Traumhaft!

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Nein, die Bilder sind nicht bearbeitet, es sind die original Farben ;-). Auf der einen Insel war es schon sehr voll und viele andere Menschen wollten den Strand gemeinsam mit uns erkunden, aber ich glaube das es trotzdem noch angenehmer ist als wenn man auf den klassischen Touristeninseln wie Koh Phi Phi ist. Falls jemand von euch gerade plant den nächsten Urlaub in Thailand zu verbringen solltet ihr unbedingt den Süden mit einplanen. Es ist wirklich traumhaft schön hier!

FAQs der letzten Tage:

Hast du es inzwischen realisiert, dass du auf großer Reise bist? Ja! Inzwischen ist es mir durchaus bewusst, dass ich dieses Leben jetzt länger haben werde und kann euch sagen, dass mein Grinsen seitdem noch breiter geworden ist. 😉 Durch die vielen Gespräche mit anderen Reisenden, freue ich mich umso mehr auf die nächsten Orte und Länder, die ich mir ansehen werde und realisiere jeden Tag aufs neue, dass es absolut die richtige Entscheidung gewesen ist. Es sind erst zwei Wochen, aber ich bin so was von tiefen entspannt und habe jetzt schon viele Dinge hinter mir gelassen. Dass ich vor 3,5 Wochen noch im Büro saß ist unvorstellbar. Gefühlt lebe ich dieses Leben schon seit Monaten und das fühlt sich so guuuuut an.

Du bist doch bestimmt schon voll braun, oder? Nein, bin ich nicht. Ich halte mich brav im Schatten auf und lag bisher nicht wirklich lange in der Sonne. Immer mal ein Stündchen, aber mehr auch nicht. Ich habe ja keine Eile und will meine Haut schonen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Bräune noch stark zunimmt ;-).

Und… dein Kollege, kann der was ;-)? Also Mädels, ja mein Kollege Andrew ist ein Hübscher, mein Alter, gut gebaut, sehr nett und lustig… Aber – egal wie ich mich anstrengend würde, das würde ihn genau gar nicht interessieren, denn er findet die gut gebauten und hübschen Jungs definitiv interessanter. Und mein Chef übrigens auch… Das ist schon ganz lustig mit den zweien zusammen zu sitzen und über die Männerwelt zu quatschen. Die zwei sind der Meinung, dass alle gut aussehenden Männer schwul sind, aber ich bin mir schon sehr sicher, dass der hübsche Holländer, der heute morgen abgereist ist, es nicht war :D…