Roadtrip Tag 25: Thai Nguyen

13.06.15

200km

Einmal quer durch Hanoi

In Ninh Binh los gefahren ist mir aufgefallen, dass mein Tank leer ist. Haha blöd, vor allem, weil ich den ruhigen Weg (ohne Tankstellen) entlang der Küste gewählt habe und meine Notreserve an Sprit irgendwie abhanden gekommen ist. 😀 Naja, da war ich für ein paar Kilometer etwas nervös, aber es hat mal wieder alles geklappt und ich bin wahrscheinlich mit dem letzten Tropfen Sprit zur nächsten Tankstelle gekommen.

Auf dem Weg habe ich anhand des Verkehrs schon gemerkt, dass ich in der Nähe der Hauptstadt bin. Mehr Autos, bessere Straßen und viele Geschäfte entlang des Highways. Es gibt einen Highway für die Roller und Auto und einen großen Highways für die LKWs und co. Und drei mal dürft ihr raten auf welchem ich gelandet bin?!?! Natürlich habe ich mich plötzlich als einzige Person auf dem Roller zwischen den ganzen LKWs wieder gefunden. Aber zum Glück gibt es nette Verkehrspolizisten, die einen zu dem Roller Highway zurück bringen. Ich scheine also nicht die Einzige zu sein, der so etwas passiert ;-).

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen Hanoi auszulassen, aber da der Highway direkt durch Hanoi führt und ein außen herum fahren keinen Sinn macht, habe ich dann doch einen klitzekleinen Abstecher nach Hanoi eingeschoben. Und wenn man schon mal da ist kann man ja auch eine kleine Kaffee Pause machen.

Hanoi

In meinem Etappenziel Thai Nguyen, auf dem Weg nach Ha Giang, habe ich nach einem Hotel Ausschau gehalten. Da es sich um eine größere Stadt handelt war ich mir sicher, dass ich ein Hotel finden werde. Das erste Hotel das ich gefunden habe war ein Stundenhotel und die Herrschaften an der Rezeption haben mich mit großen Augen angeguckt, als ich ihnen sagte, dass ich allein bin und eine ganze Nacht bleiben möchte. Wow, Wahnsinn… Eine ganze Nacht, unvorstellbar. Keine Ahnung was die sonst so für ein Klientel haben. Daraufhin habe ich mir allerdings gedacht, dass ich vielleicht noch etwas weiter suchen sollte. Beim nächsten großen Hotelschild habe ich wieder gehalten und bin zum Eingang gelaufen. Es gab zwar eine Rezeption, aber keine Angestellten, die ich nach den Verfügbarkeiten hätte fragen können. Also stand ich rum wie Falschgeld bis mich eine Vietnamesin in Sportoutfit angesprochen hat. Sie war Englisch Lehrerin und hat sich gefreut, dass sie mal wieder mit jemand Englisch sprechen. Ich vermute, das Englisch welches sie mit ihren Grundschulkindern spricht ist nicht so ganz anspruchsvoll. 😉 Nachdem sie mich ausgefragt hat und mitbekommen hat, dass ich auf der Suche nach einem Hotel bin, war es für sie selbstverständlich ihre Aerobic Stunde abzusagen und mir den Weg zu einem guten Hotel zu zeigen. Das ist echt der Wahnsinn und ist mir hier sehr häufig passiert. Vietnamesen lassen alles stehen und liegen, wenn sie dir nur helfen können. Naja ich habe auch ohne, dass sie mir den Weg zeigt ein Hotel gefunden und habe einen ruhigen Abend im kleinen Städtchen verbracht.

Am nächsten Tag ging es dann von dem einen unbekannten Örtchen ins nächste. Tag 26: Tuyen Quang

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