Tag 282: Auckland, Neuseeland
25° – sonnig, leicht bewölkt
Die Weihnachtsferien habe ich genutzt um die wunderschöne Nordinsel zu bereisen
***Euch allen ein traumhaftes Jahr 2016***
Seit gestern bin ich wieder in Auckland und habe den heutigen Tag noch frei. Ich habe es nicht ganz verstanden, aber aus irgendeinem Grund ist hier der Montag noch frei. Ganz cool muss ich sagen, so habe ich Zeit meine Wäsche zu waschen und mich etwas von meiner Tour zu erholen. Nach 8 Tagen Action, Adrenalin und wenig Schlaf freut sich mein Körper über etwas Ruhe. Aber meine Gesichts Grinse Muskulatur bekommt noch keine Pause, da ich nach wie vor vor mich hin grinse, da die Tour einfach nur der absolute Wahnsinn war. Wir alle wissen ja, dass Neuseeland eins der schönsten Länder der Welt ist, aber es ist noch mal viel schöner als man es sich vorstellen kann. Wirklich!
Für euch vorab zur Info. Ich bin mit einem Busunternehmen gereist, die eine feste Route haben und vieles schon vorab organisieren. Wenn man möchte kann man aussteigen und wieder einsteigen wann man möchte (hop on – hop off System) und die halten nicht nur an den große Touri Orten sondern auch an Orten wo keine anderen Touristen sind. So, dass alle die mit „STRAY“ reisen auch das nicht touristische Land kennen lernen.
Tag 1: Surfen in Raglan
Raglan ist der Surf Hotspot in Neuseeland und da wo unter anderem Jack Johnson und Ben Harper leben und surfen. Hier haben wir bei traumhaften Wetter unsere ersten Surf Erfahrungen gesammelt – was soll ich sagen – ich stand auf dem Brett 😉 und durften abends einen traumhaften Sonnenuntergang auf dem Boot erleben.


Tag 2: Waitomo Caves und Mourea
Von Raglan sind wir dann nach Waitomo gefahren wo es hunderte von Höhlen gibt und diese Höhlen sind bekannt für die vielen Glühwürmchen, die sich dort sehr wohl fühlen. Hier kann man verschiedene Touren buchen und ich habe mich für die „Haggas Honking Hole“ entschieden. 3 Stunden lang durch die Höhle klettern, sich von Wasserfällen abseilen, durch Tunnel kriechen und natürlich auch die Glühwürmchen besichtigen. Heilige Scheiße, als ich mich von einem 20m hohen Wasserfall abseilen sollte und genau gar nichts gesehen habe (in so ner Höhle ist es ja schon sehr dunkel…), sondern nur das Wasser gehört habe, da hat mein Herz doch ganz schön gepocht. Ich glaube so aufgeregt war ich bei keiner anderen Aktivität bisher, aber gelohnt hat es sich alle mal.
Nach den Höhlen sind wir dann weiter nach Mourea gefahren, einem Ort in dem ganz viele Maoris leben und wir hatten die einmalige Chance in einer Marae zu übernachten. Die Marae ist das Gemeinschaftshaus von den Maori Stämmen und ist ein wenig vergleichbar mit einer Kirche. Der Stamm aus diesem Ort hat uns traditionsgemäß empfangen und wir durften uns alle den „Hongi“ zur Begrüßung geben – das ist der traditionelle Nasenkuss. Zweimal berühren sich die Nasenspitzen dabei. Gibt eine Frau einem Mann drei Berührungen heißt das, dass sie ihn heiraten will. 😀 Nein keine Sorge, es waren bei mir immer nur zwei mal. Den Jungs wurde beigebracht wie man den „Haka“ tanzt und wir Mädels haben einen traditionellen Tanz gelernt. Und abends haben wir dann das große Bettenlager aufgebaut und gemeinsam in der Marae übernachtet. Das war wirklich eine tolle Erfahrung damit gehöre ich jetzt auch zu der Familie dieses Stammes 🙂

Tag 3: Rotorua
In Rotorua stinkts. Das kann man nicht anderes und schöner formulieren. Aufgrund von einem Vulkan Plateau duftet die ganze Stadt nach faulen Eiern bzw. Schwefel und hat die höchste geothermische Aktivität der Welt. Rotorua ist bekannt für die blubbernden Schlammlöcher, die heißen Quellen, Geysire und auch für die Abenteuer Aktivitäten. Rotorua gilt als Adrenalin Hauptstadt der Nordinsel. Eine der bekanntesten Aktivitäten ist das White Water Rafting. Hier kann man in einer Rafting Tour 3 Wasserfälle runter raften und einer davon ist 7m hoch. Damit ist das der höchste Wasserfall der kommerziell befahren werden darf. Und das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen ;-). Nach der Rafting Tour war mein Körper dann doch ganz schön müde. So viel Action innerhalb von 3 Tagen war er nicht gewöhnt, aber glücklicherweise konnte ich am Nachmittag in einer der heißen Thermal Quellen entspannen und was gutes für Haut und Muskeln tun. Am nächsten Morgen habe ich mich dann noch dem Zorbing gewidmet. Zorb ist eine Sportart aus Neuseeland bei der man sich in einen überdimensionalen mit Wasser gefüllten Gummiball legt und einen Hang runterrollt. Einen Heidenspaß sag ich euch.

Tag 4: Lake Aniwhenua
Ein zauberhafter Ort an dem wir übernachtet haben, in mitten vom nichts, in einem Maori Dorf gibt es eine wunderschöne Unterkunft in der wir noch ein wenig was über die Maori Kultur gelernt haben und zum Abendessen das klassische Maori Dinner bekommen haben – „Hangi“. Es wird ein Loch in den Boden gegraben, hier kommen heiße Kohlen rein und darauf werden dann rohes Fleisch und Gemüse gelegt, alles wird sorgfältig abgedeckt und dann darf das ganze 3 Std. tief in der Erde brutzeln. Aufgrund des herab tropfenden Fett des Fleisches entsteht Rauch und alles wird schön durchgeräuchert. Oh man, das war echt verdammt lecker kann ich euch sagen :-).
Am nächsten Morgen sind wir dann noch in heißen Quellen geschwommen, so dass ich schön den ganzen Tag einen leichten Schwefel Duft auf meiner Haut hatte. 😀
Taupo
Hier haben wir nicht übernachtet, sondern nur einen Zwischenstopp eingelegt. Einen ganz besonderen Zwischenstopp, den ich so schnell wohl nicht vergessen werde…

Klein Jenny fliiiiiiiegt… 15.000 Fuss (ca. 4.500m) und eine Minute freier Fall über Neuseelands größtem See. Ich kann euch sagen, dass macht süchtig. Es ist so unfassbar geil, dass es da eigentlich keine Worte für gibt. So geil! Ich kann es immer noch nicht glauben und wenn ich nur dran denke kribbelt wieder alles. 🙂 🙂 🙂
Tag 5 & 6: Whakahoro – Blue Duck Station
Der Ort vorher war ja schon mitten im Nichts… Aber die Blue Duck Station ist noch mal viel weiter im Nichts als Lake Aniwhenua. Nachdem man das letzte bisschen Handyempfang hinter sich gelassen hat fährt man noch mal gute 40 min und kommt dann auf der Farm an und fühlt sich in den wilden Westen zurück versetzt. Und soll ich euch was sagen? Unfassbar wunderschön! Auf dieser Farm wird unter anderem der Manuka Honig hergestellt, der wohl teilweise Preise als bester Honig der Welt gewinnt. Neben Aktivitäten wie Kayak fahren (entlang eines der Great Walks), Ausritt und 4WD Safari kann man hier auch ua. auf Ziegen Jagd gehen. Ich habe mich für das Kayak fahren und den Ausritt entschieden. Auf Ziegen schießen ist dann doch nichts für mich. 😉
Hier haben wir zwei Nächte übernachtet, hatten nette Gesellschaft von ein paar Einheimischen, die sich um die Bienen kümmern und Silvester haben wir auch hier verbracht. Wir haben mit unserer Gruppe ein BBQ veranstaltet und sind dann rüber zum Hauptfarmhaus wo es dann die Silvester Party gab. Nun ja… So ne Farm Party ist dann doch ein kleines bisschen anders… 😀 Es gab Axtwerfen und frisch geschossenes Schwein am Spieß und ansonsten nicht so ganz viel Party Stimmung. Da wir am nächsten Morgen sehr früh raus mussten habe ich mich dann um 23.00 Uhr dazu entschieden ins Bett zu gehen. Ja richtig, ich habe in das Jahr 2016 rein geschlafen und habe mich gefreut wie ein kleines Kind :-). Und den ganzen nächsten Tag habe ich mich darüber gefreut, dass ich so früh ins Bett bin. Aber dazu gleich mehr ;-).
Tag 7: Tongariro Crossing
Mein erster Tag des Jahres 2016 hat um 05.30 Uhr gestartet, Tasche packen, Proviant vorbereiten, die Alkohol Leichen der letzten Nacht sanft wecken und los ging. Wir hatten nämlich große Pläne. – Das Tongario Crossing – . Das ist einer der schönsten Tages Wanderwege der Welt und wurde durch „Mordor – Herr der Ringe“ noch mal etwas berühmter. 19,4 km: Vielleicht versteht ihr jetzt warum ich es vorgezogen habe ins Bett zu gehen als bis Mitternacht durchzuhalten. 😉
Man startet auf 1.100m, läuft lange Zeit neben Mt. Doom lang (Da wo Frodo den Ring ins Feuer wirft), darf dann die Devils Staircase beklimmen und kommt oben am Red Crater an, der noch aktiv ist. Oh mein Gott, als wir da oben ankamen waren wir aber so was von fix und fertig, aber es hat sich gelohnt. Mir fehlen wirklich die Worte um zu beschreiben wie es da oben aussieht. Das ist so unglaublich! Um kurz vor zwölf haben wir es bis zum höchsten Punkt geschafft – 1.886m – von wo aus man diesen grandiosen Blick auf die Blue Lakes hat. Und da in unserer Gruppe hauptsächlich Europäer waren haben wir mal einen kurzen Stopp eingelegt und zeitgleich mit euch das neue Jahr begrüßt. Das war ziemlich geil da oben zu stehen und runter zuzählen. So hatte ich dann auch noch mein Reinfeiern :-). und ich glaube es gibt keinen schöneren Ort als dort oben ins neue Jahr zu feiern. Ich wusste, dass das Crossing toll wird und zu meinen Highlights gehören wird, aber das es so geil ist hatte ich echt nicht erwartet.
Aber so schön es auch war, die letzten 3km waren die Hölle. Haha, mir hat echt alles weh getan und der Muskelkater hält auch immer noch an. Aber ganz ehrlich, ich würde es jederzeit wieder auf mich nehmen 🙂
Tag 8: Wellington
Müde, kaputt und glücklich sind wir dann am nächsten Tag in Wellington angekommen. Dort habe ich mich dann noch mit ein paar meiner Kids auf nen Bierchen getroffen und wir haben mit unserer Stray Gruppe noch ein wenig Abschied gefeiert bevor es dann für mich am nächsten Tag wieder zurück nach Auckland ging.
Jeder einzelne Stopp war ein Highlight für sich, Neuseeland ist einfach nur traumhaft. Also alle, die noch überlegen (und ich weiß es gibt ein paar von euch ;-)) nicht zögern – kommt her!!! Das waren nur Teile der Nordinsel, ich habe mir sagen lassen, dass die Südinsel noch beeindruckender ist.
Aber bitte kommt nicht vom 18.02. – 20.03. da bin ich nämlich nicht in Neuseeland sondern fliege in meine asiatische Heimat Thailand zurück :-). Ein Highlight jagt das nächste. Ich bin gespannt was 2016 noch so für mich bereit hält!




























Deine Bilder und was du alles tolles sehen und erleben kannst, das ist einfach unglaublich und ich beneide dich ein wenig darum . Allerdings weiß ich auch, dass vieles davon nicht mein Ding wäre, weil ich einfach nicht mutig genug bin. Aber ich finds toll, wie du deinen Traum lebst.
Fühl dich ganz herzlich umarmt.👍
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