Wie man das mit diesem „Planen“ genau nicht macht…

1 Jahr, 3 Monate und 3 Wochen: Auckland, Neuseeland

12° – Arschkalt

Der Grund warum ich doch eigentlich keine Pläne mache…

Immer wenn ich gefragt werde wie lange ich schon unterwegs bin will ich sagen „Fast 2 Jahre“ weil es sich einfach so ewig lang anfühlt. Und dann bin ich jedes Mal überrascht, wenn ich realisiere, dass es noch nicht mal 1,5 Jahre sind. Gefühlt ist es doch sooooooo viel länger.

Naja, aber erst einmal kommt hier das versprochene Foto von unserer Superheroparty. 😉 Das sind meine Kollegen:

Superheros

Puhhhh wo fange ich an… Mal so im Schnelldurchlauf: Meine Wohnung ist fantastisch! Ich lebe hier zusammen mit einer Irin, die seit 7 Jahren in Neuseeland lebt und vorher lange Zeit in Italien gelebt hat. Sue und ich kommen echt wunderbar miteinander aus und ich genieße es meine eigenen vier Wände zu haben und die restlichen Räumlichkeiten nur mit einer Person teilen zu müssen. Zur Zeit ist Sue auf Europa Urlaub für vier Wochen, was bedeutet, dass ich alleine bin. Und soll ich euch was sagen, ich glaube ich habe noch nie alleine vier Wochen in einer Wohnung gelebt. Haha das ist schon verrückt, aber ich komme ganz gut damit zurecht ;-).

Was habe ich die letzten Wochen und Monate so gemacht… mmmmh, ich spiele zwei mal die Woche Volleyball was verdammt geil ist. Ich hatte total vergessen wie viel Spaß mir das macht. Und vor lauter Freude daran habe ich mir mega geile Schuhe gekauft: Schuhe

Andere Frauen freuen sich über ihre Stilettos und co und ich kann mich auch Wochen später noch über meine neuen Asics freuen :-). Und durch das Volleyball Spielen kann ich einen weiteren Punkt auf meiner Liste „Dinge, die man in seinem Leben mal erlebt haben sollte“ streichen. Ich wurde gescoutet :D. Also ich spiele in der Social League  wo eine bunt gemischte Truppe auf einem überraschend guten Niveau zusammen spielt. Einen Abend kam die Trainerin von der Damenmannschaft des Vereins und hat so ein bisschen zugeguckt. Irgendwann kam sie zu mir aufs Feld, hat mich voll gequatscht und mich gefragt, ob ich nicht für den Verein wettkampfmäßig spielen will. Haha, da habe ich erst mal blöd geguckt, weil ich erst nicht verstanden habe wer sie ist und was sie von mir will. Und im Nachhinein habe ich mich ziemlich gefreut. (auch wenn ich da nicht spielen werde, da es zu teuer und zuviel wäre. Meine Social Leauge will ich nicht aufgeben und für beides habe ich keine Zeit). Aber man muss auch dazu sagen, dass das Volleyball Niveau hier in Neuseeland nicht allzu hoch ist, da die meisten Netball oder Rugby spielen. Aber trotzdem habe ich mich mal kurz wie Mila Superstar gefühlt.

Wo ich von Rugby schreibe… Habe ich von meinem All Blacks Erlebnis erzählt? Ich glaube nicht. Ein weiterer Punkt auf der Liste „Dinge die man erlebt haben sollte (wenn man in NZ lebt) ist ein All Blacks Spiel live sehen. Matthis und seine Kiwi Picking Crew sind nach Auckland gekommen und wir haben beim ersten Rugby Spiel der Saison mitgefiebert. Saugeil kann ich euch nur sagen!

All Blacks

Und ja, auch ich habe die Fußball EM verfolgt. Glücklicherweise waren die Deutschland Spiele (bis auf das gegen Polen) alle um 21.00 Uhr was hier 7.00 Uhr morgens war. Unter der Woche habe ich dann die erste Halbzeit im Bett mit Kaffee geguckt und die zweite Hälfte im Büro. Und für die letzten beiden Spiele bin ich extra früh aufgestanden um in den Pub zu fahren und dort mit doch überraschend vielen anderen Fußball Fans die Spiele zu gucken.

Jaaaaaa und ansonsten? Hier ist es kalt! Arschkalt. Die Temperatur Anzeige sagt zwar irgendwas über 10°, aber das ist gelogen. Es ist kalt! Mega kalt! Ich trage Strumpfhose, Merino Unterhemden, Longsleeve, Strickjacke und meine Fleecejacke – im Büro. Und friere… Irgendwie scheint es an mir zu liegen, da meine Kolleginnen in T-Shirt und Rock rumrennen. Ganz komisch…

Naja und weil ich immer so friere habe ich letztes Wochenende beim Frühstück einfach mal geguckt wo es warm ist. Also alles was hier so in der Gegend ist. Fidschi, Samoa und so. Meine Chefin hatte die Tage mal gefragt wie und wann wir Urlaub machen wollen. Naja und dann habe ich mal angefangen zu schauen und mir Gedanken zu machen. Und dann dachte ich, ach eine Woche Urlaub ist ja auch blöd, lohnt sich ja nicht wirklich. Und dann habe ich mich gefragt was ich so machen könnte um da länger zu bleiben. Joar, dann habe ich mal bei Workaway geschaut (die Seite wo man die Volonteerstellen bekommt). Naja und die hatten auch ein paar Stellen in Französich-Polynesien und so. Wie soll ich sagen, dann habe ich da einfach mal eine Email hingeschrieben. Tja und dann haben die einfach mal direkt zurück geschrieben, dass wir gerne mal skypen könnten. Und dann haben wir am nächsten Tag geskypt. Und das Ergebnis von meinem Frühstück an diesem kalten Morgen iiiiiiiiist „Trommelwirbel“:

Ich fliege Mitte Oktober nach Tahiti und werde 7 Wochen in der Süüüüüüdsee leben! 😀 😀 😀 😀 😀 😀 :D. Haha, das ist einfach zuuuuu geil. Ich renne immer noch wie ein grinsendes Honigkuchenpferd durch die Gegend und kann es nicht glauben. Es handelt sich um eine französische Familie, die ein wenig Unterstützung Zuhause benötigt. Das heißt ich werde ca. 4 Stunden pro Tag für sie arbeiten (auf die Kids aufpassen, einkaufen, Haushalt und was sonst so anfällt) und kann dafür umsonst da leben inkl. Verpflegung. Und die restliche Zeit werde ich dann für Melchior arbeiten. Also der Job den ich über meine digitale Nomaden Community bekommen habe, der wird nämlich zukünftig mehr Unterstützung brauchen. Süüüüüüüüdseeeeee

Bildschirmfoto 2016-07-09 um 14.09.03

Also ganz genau gesagt wird es Moorea, die Nachbarinsel von Tahiti. Ich finde das ist ein guter Ort um zu arbeiten :D. Oh man es ist so verrückt verrückt verrückt – und ich freue mich so sehr! Und was lernen wir aus der Geschichte, lasst mich niemals alle beim Frühstücks-Kaffee frieren oder eben gerade doch ;-)?

Ja, aber was ist denn eigentlich mit dem anderen Job? Puh wie soll ich sagen… Der Job ist okay, die Kollegen sind nett, aber mein Leben ist einfach nicht für einen Bürojob gedacht. Es macht mich einfach nicht glücklich den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Naja und eigentlich wusste ich ja auch, dass dieses normale Leben (also mit Büro Job und geregeltem Alltag) nichts für mich ist :D, aber ich wollte es dann doch noch mal probieren. Haha und das hat nicht geklappt. Ich gehöre auf die Straße. Seit ich diese Entscheidung getroffen habe (ähhhh also letzte Woche) kribbelt wieder alles, ich renne grinsend durch die Gegend und bin einfach nur glücklich. Verliebt ins Leben! Zu wann ich kündige, wann ich genaue fliege und so klärt sich noch. Aber gerade ist die Überlegung Mitte Oktober zu fliegen, bis Anfang Dezember, dann zurück nach Neuseeland hier noch ein paar Wochen reisen und dann im Januar nach Asien zurück. Da warten dann nämlich meine digitalen Nomaden und dann sehr wahrscheinlich auch die Maaaaaami, die es kaum erwarten kann zurück nach Asien zu kommen ;-).

Aber bis dahin sind es ja noch ein paar Wochen und Monate und man weiß nie was passiert. Eins weiß ich ziemlich sicher, Planungen funktionieren bei mir nicht!

3 Gedanken zu “Wie man das mit diesem „Planen“ genau nicht macht…

  1. Leben ist das was passiert, während du dabei bist Pläne zu machen! 🤗

    Also, nimm es nicht so schwer, dass das mit dem planen nicht klappt! 😉

    Liebe Grüße, Steffi

    Like

  2. Das klingt alles ganz nach dir und was sich so richtig anfühlt und dich so glücklich macht, kann ja gar nicht falsch sein. Dann wird das wohl nichts mit unserem Neuseelandurlaub im Frühjahr 😉
    Aber dafür bist du dann ja wieder etwas näher bei uns und vllt können wir dich dann ja irgendwo in Asien sehen. So ist das halt mit dem Planen.
    Fühl dich jedenfalls ganz doll gedrückt.😘

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu jennygrenzenlos Antwort abbrechen