Da wo alles begann

2 Jahre, 1 Woche und 2 Tage (=740 Tage): Krabi, Thailand

27° – bewölkt und regnerisch

Der Urlaub mit Mama und home sweet home.

Als ich damals los bin wurde ich häufig gefragt „Wie lange willst du denn Reisen?“. Ich habe immer geantwortet, dass ich es nicht weiß, aber mal so von einem Jahr ausgehe… Nun ja, jetzt sind es über zwei Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht.

Vor einer guten Woche hatte ich mein 2-Jähriges und ich muss sagen, dass mir dieser Tag deutlich mehr bedeutet als Silvester oder sogar mein Geburtstag. Anlässlich meines Jahrestages habe ich die letzten zwei Jahre Revue passieren lassen, mal wieder Fotos durchgeschaut und mich einfach wie bolle gefreut, dass ich dieses Leben kann. Und was schon ziemlich Besonders an diesem Tag war, dass ich beim Olli war. Also genau da, wo ich vor zwei Jahren angekommen bin. Damals, aufgeregt und voller Vorfreude, müde und vielleicht auch ein bisschen nervös. Jetzt, zwei Jahre später muss ich darüber schmunzeln, welche Gedanken ich mir damals hier gemacht habe. Aber es ist so toll in der selben Hängematte zu liegen und daran zu denken, wie ich mir meine Reisezeit ausgemalt habe und jetzt ist mein Kopf voll mit Erinnerungen und Eindrücken.

Wie ihr ja wisst, bereue ich keine einzige Minute der letzten Wochen, Monate, Jahre. Meine liebe Tante Ulrike hat das so schön in Worte gefasst: „Es hört sich so an, als würdest du genau das Leben leben, dass zu dir gehört.“ Und so ist es auch. Es fühlt sich nach wie vor absolut richtig an. Auch, wenn es nicht immer einfach ist und es viele traurige, anstrengende und blöde Situationen gab, ich würde diese immer wieder in Kauf nehmen und dieses Leben weiterzuleben. Nun ja und ich habe ja auch nicht vor, dass sobald zu ändern ;-).

Standort Status

Ich befinde mich in Krabi, Thailand – beim Olli :-). Als der nämlich gehört hat, dass ich mit Mama wieder zum Urlaub herkommen, hat er mich gefragt, ob ich nicht den ganzen April bleiben möchte, um ihm wieder ein bisschen zu helfen. Na, aber klar, da musste ich nicht lange überlegen.

Mama habe ich am Sonntag zum Flughafen gebracht und damit bin ich jetzt wieder alleine unterwegs. Wobei das ja auch nicht so ganz stimmt, da ich ja meine Bananas Family hier habe, aber irgendwie halt doch allein.

Hier bleibe ich bis Ende April und was danach kommt weiß ich noch nicht. Chiang Mai, Bangkok, Myanmar und China stehen gerade hoch im Kurs. Aber man weiß ja nie. Fest steht, dass zum Spätsommer / Herbst in Deutschland sein werde. Haha, voll aufregend! Lustigerweise macht mich diese Tatsache etwas nervös. Völlig bescheuert, aber es ist so. Die ersten Tage nachdem die Entscheidung getroffen hatte war da schon ein mulmiges Gefühl im Magen. Irgendwie wie ein neues Abenteuer… Zurück nach Europa… Zurück nach Deutschland.

Eigentlich würde man ja denken, dass die Vorfreude überwiegt, aber die hält sich noch etwas im Hintergrund auf, wird aber immer mehr. Wie lange ich in Europa bleibe weiß ich nicht, aber fest steht, dass es nur eine Zwischenstation ist. Ich werde als nicht „zurück kommen“, sondern es wird eher ein Besuch sein.

Urlaub mit der Mama

Aufgrund der Tatsache, dass wir wissen, dass wir uns dieses Jahr wiedersehen, ist der Abschied von Mama  dieses Jahr, zum Glück nicht so schlimm ausgefallen. Blöd war es trotzdem, obwohl ich mich auch auf die „Alleine“ Zeit gefreut habe.

5 Wochen haben wir insgesamt zusammen verbracht und diese Zeit ist einfach nur verflogen. Wahnsinn! Wir hatten dieses mal deutlich mehr Probleme uns aufeinander einzustellen, aber mit zwei drei langen Gesprächen haben wir das dann auch hinbekommen :).

Unsere gemeinsame Zeit hat in meinem balinesischen Zuhause angefangen. Da waren teilweise die Leute von der Workation da, was schon ein wenig abgefahren ist, wenn sich so die verschiedenen „Leben“ verbinden :-).

Nach einem langsamen Ankommen sind wir für ein paar Tage nach Amed an der balinesischen Ostküste gefahren, um dann von da nach Gili Air rüberzusetzen. Gili Air oder überhaupt eine der Gili Inseln war immer unser Traum und dann war es soweit. Gili Air ist eine touristische, aber trotzdem süße Insel, die zu Lombok gehört. Es gibt keine Autos, sondern nur Pferdewagen und es dauert eine gute Stunde, um einmal Rundherum zu spazieren.

Naja und da haben wir das gemacht was wir am besten können. Am Strand liegen, rumschimmeln, lesen und gar nichts tun. Und das Ganze 10 Tage lang :D.

Danach sind wir weitere 4 Tage zurück ins Asung Guesthouse gefahren, um von dort aus weiter in Richtung Thailand zu reisen. Der Abschied von meinem balinesischen Zuhause war wirklich schlimm. Da mussten wir sogar beide ein paar Tränchen im Taxi verdrücken. Aber das Schöne ist ja, dass man zurück kommen kann.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass Bali mit seiner Kultur, dem Essen, den unfassbar grünen Reisfeldern und diesen Menschen für deren Freundlichkeit ich keine Worte finden kann, ein Ort ist an dem ich mir vorstellen kann länger zu leben. Bali, bzw. Canggu hat alles was ich brauche, um mich da für ein paar Monate „niederzulassen“. Als Urlaubsland wäre es aber nicht unbedingt meine erste Wahl. Die Strände und das Essen in Thailand  sind einfach ne Nummer besser ;-). Aber das ist nur mein (und Mamas) subjektives Empfinden.

Von Bali sind wir mit kurzen Zwischenstopps in Jakarta und Bangkok dann direkt zu Olli gefahren. Und das war für uns Beide wie nach Hause kommen. Ach man, ich liebe diesen Ort einfach so sehr!!! Die Unruhe, die immer noch in mir herrscht war, wird mit einem Gang auf den wunderschönen Pier direkt relativiert. Hier herrscht ein absolutes „Back to basic“ was einfach so wundervoll ist.

Aber ein kleines bisschen Action haben wir uns auch gegönnt ;-).

Aber grundsätzlich haben wir hier weiter geschimmelt. Schwimmen, lesen, mit den Hunden spielen, entscheiden was es zum Frühstück gibt und nun ja ein kleines bisschen Arbeit, war alles was wir getan haben, bzw. was ich auch immer noch mache. Und trotz des vielen Rumhängens habe ich es trotzdem geschafft, mein Buch online zu stellen. Woop woop, man kann bei Amazon jetzt ein Buch von mir finden. Falls ihr also jemanden kennt, der vorhat nach Neuseeland als Work & Traveller zu Reisen, dem dürft ihr gerne mein Buch empfehlen. Oder vielleicht habt ihr ja Interesse und möchtet mir eine schöne Bewertung schreiben? 😉

Und was ich ebenfalls geschafft habe… Trommelwirbel… Kein Alkohol zu trinken, keine  Zigaretten und jeden zweiten Tag Sport machen. Bäm! Vom mega ungesunden Februar zum gesunden März gewechselt :D. Wobei ich an zwei Tage mir ein zwei Bierchen gegönnt habe, da ich ja meinen Jahrestag hatte und mein Buch veröffentlicht habe. Seitdem habe ich aber wieder nichts getrunken. Mal sehen, ob ich es bis zu meinem Geburtstag schaffe ;-). Das wäre doch mal was…

2 Gedanken zu “Da wo alles begann

  1. Hi, Jenny,
    schön, dass du mal wieder in deiner alten Heimat vorbeigucken willst. Ich freue mich drauf. Und Glückwunsch zu deinem Buch. Ich versuche gerade das auf meinem Reader zu laden.
    BTW kommmst du in Thailand einfach an Blattgold ran? Wenn Ja, häte ich ein Bestellung für dich.
    Viel Spaß noch
    Mathe

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