Plötzlich und irgendwie auch überraschend hat sich dieser Gedanke einer Weltreise festgesetzt und wollte auch nicht mehr weg gehen. An diesem Samstag Anfang Oktober am Frankfurter Hauptbahnhof wusste ich, dass es kein fixer Gedanke mehr ist. Sorgen und Bedenken wurden weggeschoben, denn irgendwas in mir sagte: „Mach es! Und mach es vor allem JETZT!“. Ich habe immer mal wieder drüber nachgedacht, aber irgendwie auch nie so konkret. Bis zu diesem Abend im Oktober und ab dem Moment gab es auch keine Zweifel mehr.
Reisen gehört schon lange zu meinem Leben und wird mich hoffentlich mein Leben lang begleiten. Normale Urlaube sind nur immer so kurz… Länger als drei Woche werde ich wahrscheinlich niemals von meinem Arbeitgeber freibekommen und reichen drei Woche wirklich um ein Land, die Kultur und die Menschen zu entdecken?
Man bekommt einen Eindruck davon wie das Land ist, aber um es kennen zu lernen und zu erleben benötige ich mehr Zeit. Ich möchte an einem Ort verweilen können so lange ich möchte und nicht von dem nahenden Ende meines Urlaubs getrieben werden.
Und dann steht man jedes Mal vor der großen Entscheidung – wo soll es denn eigentlich als nächstes im Urlaub hin gehen?
Die Welt bietet Unmengen an tollen Ländern und Kulturen, die es alle zu entdecken gilt. Dummerweise hat jeder Arbeitnehmer im Jahr nur eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen, die gut eingeteilt werden müssen.
Puh also… wohin? Südostasien ist so faszinierend, nach Australien wollte ich unbedingt noch mal und von Neuseeland habe ich bisher auch nur die Nordinsel gesehen. In Afrika und Amerika war ich wiederum noch gar nicht. Diesen Kontinenten sollte ich also auch schnellst möglich die Chance geben von mir entdeckt zu werden. Oder soll es doch was ganz anderes sein, wie die transsibirische Eisenbahn?
Ahhhhh also… Wo soll es als nächstes hin gehen??? Kein Plan!
Diese Kombination nicht zu wissen wohin es in dem nächsten Urlaub gehen soll und die Tatsache, dass es wieder nur max. drei Wochen sein wird haben glaube ich das erst Türchen auf dem Weg zu meiner Entscheidung geöffnet.
Und dann gibt es da dieses Lied – one day von Asaf Avidan mit den bekannten Textzeilen:
One day baby, we’ll be old
Oh baby, we’ll be old
And think of all the stories that we could have told
Spätesten nach dem Poetry Slam von Julia Engelmann, der ein paar Wochen bei Facebook omnipräsent war kennt fast jeder diese Zeilen.
Zeilen, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
Werde ich eines Tages denken: „Ach hättest du es damals doch einfach gemacht. Hättest du doch den Mut gehabt deine Träume umzusetzen um die Geschichten zu erleben, die du jetzt erzählen möchtest.“. Hättest – hättest – hättest.
Was sind denn eigentlich die Geschichten, die ich später mal erzählen möchte? Was sind die Ziele und Träume meines Lebens und was möchte ich noch alles erleben bevor das Leben für mich zu Ende geht.
Inspiriert wurde ich hierbei von einer bewundernswerten Frau, die sich diese Fragen auch gestellt hat.
Janna hat mit 15 Jahren die Diagnose Krebs erhalten hat und sich daher schon viel früher damit auseinander setzten müssen, dass das Leben endlich ist. Sie hat 100 Dinge niedergeschrieben, die sie in ihrem Leben noch erleben möchte und hat darüber einen Blog geschrieben:
https://grussansleben.wordpress.com
Sie hat es leider nicht geschafft ihre Liste zu vervollständigen was mich erneut zum Nachdenken gebracht hat. Vor allem auch die Frage, wann fängt man damit an diese Liste abzuhaken. Muss immer erst ein Schicksalsschlag kommen bevor man seine Träume und Wünsche in die Wirklichkeit umsetzt?
Was sind die 100 Dinge, die ich in meinem Leben unbedingt noch erleben möchte. Es ist gar nicht so einfach, dass zu formulieren und sich darüber bewusst zu werden was man wirklich noch erleben möchte. Probiert es aus! Es ist sehr spannend.
Bei einem bin ich mir aber sehr sicher. Ganz viele meiner 100 Dinge, die ich noch erleben möchte haben etwas mit Reisen zu tun. Reisen und die Welt entdecken.
Tja und am Samstag den 04.10.2014 haben sich diese Puzzleteile in meinem Kopf gefügt und die Entscheidung war da:
Ich gehe auf Weltreise!
Diesen Satz fest in meinem Kopf verankert zu haben löst ein Kribbeln in meinem Körper aus und ich muss jedes Mal lächeln. Es fühlt sich gut an! Es fühlt sich richtig an! Es gibt nichts was dagegen spricht.
Losgehen und machen – ich will möglichst viele meiner 100 Dinge Liste abhaken und mich niemals fragen müssen – Wieso hast du es damals nicht einfach gemacht!? Es ist egal wie lange und wohin genau. Meine Reise wird mich schon treiben und mir den richtigen Weg zeigen. Meinen Weg…

Hallo Jenny,
ich finde es einfach nur großartig – dass du das machst und warum du das machst. Anne und ich werden Tour mit Spannung verfolgen. Schon jetzt ist der Blog toll gemacht. Die Entscheidung für die Rucksackmarke kann ich nur bestätigen (auch wenn ich die Variante ohne Haargummi habe 😉 ) Das mit deinem Geburtsdatum würde ich mir aber nochmal überlegen.
Viele Grüße und viel Spaß
Mathe
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Dankeschön :-).
Ich habe mein Alter mal etwas angepasst ;-).
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Hi, Jenny,
Anne und ich weilen zur Zeit in der heute ziemlich verregneten Bretagne. Wir lesen immer noch mit Neid deine Berichte. Ich bin mir aber nicht ganz sicher ob meine Kommentare wirklich ankommen.
Viele Grüße Mathe
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Hallo Mathe,
dann schicke ich euch mal ein wenig Sonnenschein rüber :-). Ja, deine Kommentare kommen an und ich freue mich jedes Mal darüber.
Liebe Grüße aus Chiang Mai,
Jenny
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Sonne ist angekommen 😉
Mathe und Anne
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