Laos

Juli 2015

Zwei Wochen „Urlaub“ mit einer Freundin

Unsere Route:

Dien Bien Puh (Vietnam) – Luang Prabang 

15 Stunden Busfahrt mit vielen Menschen in einem kleinen Minivan

Nun ja, irgendwie gehört so eine Busfahrt zur richtigen Südostasien Erfahrung dazu. Viele Menschen in einem Bus, wenn man Pech hat reisen auch noch Hühner und Ziegen mit. Ich hatte Glück ;-), aber nach 15 Stunden auf einem schmalen Sitz mit niedriger Lehne, einer Vietnamesin die sich an deinen Arm kuschelt und einer Laotin, die auf deinen Knien schläft, ist man dann doch ganz froh, wenn man ankommt.

Bus


Luang Prabang

Eine der bisher schönsten gesehenen asiatischen Städte. Luang Prabang muss man gesehen haben und ist definitiv eins meiner Highlights in Laos. Wunderschöne Kolonialbauten, ein süßer Nightmarket und unheimlich viele hübsche Cafés, die zum verweilen einladen. Hier haben wir zwei Nächte in einem sehr guten Hotel verbracht, haben uns einen Tag lang die Stadt angeguckt und am zweiten Tag sind wir zu den beeindruckenden Wasserfall „Kuang Si“ gefahren.

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Frühstück im Hotel mit Flussblick

Luang Si Falls

Kuang Si Falls

Luang Si Falls

Kuang Si Falls


Vietntiane

Die Hauptstadt von Laos war für uns nur ein Zwischenstopp. Ich hatte von vielen vorher gehört, dass es total langweilig und unspektakulär wäre. Das kann ich so auf den ersten Blick nicht bestätigten. Mir hat der knappe Tag, den wir da verbracht haben gut gefallen und Vientiane ist definitiv einen kurzen Stopp wert. Und Brot gibts auch 🙂

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Thakhek

Dieser Ort ist der Start und Endpunkt des so genannten Laos Loop. Der Ort an sich ist total unspektakulär und wird eigentlich nur dazu genutzt um sich Motorräder für den Loop auszuleihen.


Laos Loop

Der Laos Loop ist eine wunderschöne Strecke in Zentral Vietnam. Traumhafte Landschaften und verschiedene Höhlen liegen auf dem Weg. Wir waren insgesamt 5 Tage und 4 Nächte unterwegs und haben die Tour mit drei anderen Reisenden gemacht.

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Aufgrund der Regenzeit und einer schlecht Wetterfront hat es doch ziemlich viel geregnet und die Straßen waren teilweise, nun ja ich nenne es mal „schwer befahrbar“ :D.

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach einem kleinen Unfall hat Susanne sich noch in dieser Schlammgrube einen Spiegelsplitter aus dem Knie mit Hilfe einer Pinzette und“rausoperiert“ und damit waren wir bereit diese „Schlammgruben Hürde“ zu meistern…

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Mit vereinten Kräften haben wir die Motorräder durch den kniehohen Schlamm bekommen und dabei den Einheimischen noch geholfen. Die Einheimischen standen nämlich nur rum und haben dem Spektakel nur zugesehen, wenn sich jemand fest gefahren hat. 10 Locals gucken einem armen Jungen zu, der bestimmt 20 min fest steckte bis wir ihm dann etwas Starthilfe gegeben haben. Haha, echt unfassbar. Nach der Schlammparty konnten wir uns in einem kleinen Bach etwas sauber machen, wobei das völlig für die Katz war, da es nicht die letzte Schlammschlacht war :D. Bis auf einen defekten Seitenspiegel sind wir zum Glück unbeschadet durch gekommen, aber wäre uns was passiert, hätte uns hier geholfen werden können…

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Haha, aber das hatten wir ja zum Glück nicht nötig. 😉

Der Laos Loop ist wirklich traumhaft! Man kann durch eine 7km lange Höhle mit einem Boot fahren, die Landschaften sind wunderschön und die Straßen sind -bis auf die ca. 10km Dirtroad- wirklich gut. Während der Regenzeit sollte man sich aber im Vorfeld informieren, ob alles befahrbar ist und die Höhlen geöffnet sind. Und gute Regenkleidung mitnehmen ;-).

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Pakse

Nach dem Loop sind wir weiter Richtung Süden gereist. Pakse ist der Dreh- und Angelpunkt im Süden Laos. Von hier aus kann man relativ einfach nach Thailand, Kambodscha und Vietnam reisen oder zu den bekannten 4.000 Islands so wie wir es gemacht haben. Die Stadt ansich ist sehr süß, es gibt viele nette Cafés, die zum Verweilen einladen.


4.000 Islands – Don Det & Don Khone

4.000 Islands ist eine idyllische Region ganz im Süden von Laos. Auf dem Mekong befinden sich hier ganz viele kleinere und größere Inseln, die zum entspannen und relaxen einladen. Die Haupttouri Inseln sind Don Det und Don Khone. Wir haben uns einen hübschen Bungalow auf Don Khone gemietet und haben drei Tage damit verbracht zu lesen, auf den Mekong zu blicken, zu essen, Fruchtshakes zu trinken und einen Nachmittag haben wir es geschafft uns auf die Fahrräder zu setzen um die Insel ein wenig zu erkunden. Wer also seinen Akku mal aufladen möchte sollte hier einen Zwischenstopp einplanen :-).

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Danach ging es dann noch mal für eine Nacht nach Pakse von wo aus Susanne sich dann auf den Rückweg gemacht hat und ich mit dem Bus nach Thailand rüber gefahren bin.

FAZIT LAOS

Laos ist ein sehr entspanntes und ruhiges Land. Man lässt sich mit allem etwas mehr Zeit und Stress ist für die Laoten glaube ich ein Fremdwort. Die Landschaft ist sehr bergig und wunderschön. In den zwei Wochen in denen wir da waren hatten wir sehr viel Regen und ich habe nicht herausfinden können, ob es einfach „Pech“ war oder ob die Regenzeit in Laos doch etwas anders ist als in den anderen Ländern. Keine Ahnung, aber auch bei Regen kann man die Landschaften genießen. Vom Preisniveau ist es ein kleines bißchen teurer als Thailand und Vietnam, besonders Luang Prabang ist deutlich teurer, aber trotzdem noch sehr günstig für uns Europäer. Durchschnittlich habe ich ca. € 30,- pro Tag ausgegeben. Das Essen ist typisch südostasiatisch. Fried Rice in allen Variationen, Gemüse mit Fisch oder Fleisch und verschiedenen Soßen, Nudelsuppe und natürlich Reis. Ich war allerdings überrascht wie viele Touristen in Laos unterwegs waren. Irgendwie hatte ich damit nicht gerechnet und vor allem nicht im Hauptregen Monat, aber ich lasse mich ja immer wieder gerne überraschen. Ach ja und das Englisch der Einheimischen war überraschend gut. Irgendwie hat man immer und überall jemanden getroffen, der wenigstens ein bißchen englisch konnte. Und die französische Kolonialzeit ist allgegenwärtig, entweder die Bauten, die vielen französischen Cafés, das Baguette und auch die vielen Franzosen die man unterwegs trifft.

Mir hat Laos wirklich sehr gut gefallen, aber für mich persönlich ist Laos ein bißchen zu verschlafen. Rückblickend fehlt mir das Chaos und die Dynamik, die in Thailand und Vietnam herrscht, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Laos ist definitv eine Reise wert und die Motorrad Tour, Luang Prabang und die 4.000 Islands werden mir auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis bleiben.

 

 

 

3 Gedanken zu “Laos

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